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	<title>Beobachter Blog &#187; venture-capital</title>
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		<title>Expertenmeinungen und Innovation&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 09:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hagen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Innovation]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;hört sich im ersten Moment recht schlüssig und plausiebel an&#8230; Wenn man jedoch eine neue Idee oder ein innovatives Geschäftsmodell entwickelt hat, dann ist diese in einem selbst über einen langen Entwicklungs- und Erfahrungsprozess gereift. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, wo man diese gerne in die Realität umsetzen möchte und man begibt sich auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;hört sich im ersten Moment recht schlüssig und plausiebel an&#8230;</p>
<p>Wenn man jedoch eine neue Idee oder ein innovatives Geschäftsmodell entwickelt hat, dann ist diese in einem selbst über einen langen Entwicklungs- und Erfahrungsprozess gereift.</p>
<p>Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, wo man diese gerne in die Realität umsetzen möchte und man begibt sich auf die Suche nach Menschen, die diese Vision verstehen, den Enthusiasmus teilen und einem ggf. Venture-Capital zur Verfügung stellen bzw. einen auf der Suche nach diesem unterstützen.</p>
<p>Was man dann leider immer wieder erleben muss ist eine scheinbar ganz natürliche Reaktion, denn diejenigen, die man von der Idee begeistern möchte, haben nicht den gesamten evolutorischen Prozess und die innere Reifungsphase dieser Idee durchlaufen, wie man es selbst getan hat und können diese somit gar nicht für so selbstverständlich und erfolgsversprechend begreifen, wie man es selbst kann.</p>
<p>Es kommt dann meist schnell die Fragen auf, dass wenn es eine so tolle Idee ist, warum sie nicht schon jemand anderes oder die Firma XY etc. umgesetzt hat usw.</p>
<p>Ferner werden dann meist zudem sogenannte &#8220;Experten&#8221; konsultiert, die eine Meinung zu dieser Idee abgeben sollen.</p>
<p>Mit den &#8220;Experten&#8221;-Meinungen ist es dann jedoch dasselbe Problem. Auch bei diesen hat ja die Idee nicht den selben Reifungsprozess durchlaufen. Was meist übersehen wird ist, dass es ja für diese Idee, sofern sie neu ist, quasi per Definition zwangsläufig gar keine Experten geben kann &#8211; genausowenig wie eine Standard-Software etc. Denn wie soll es für neue Ideen bereits Experten geben?!</p>
<p>Wo wären wir, wenn man bei Innovationen immer auf den Rat von Experten, die es folglich ja nur für &#8220;alte&#8221; Ideen und Geschäftsmodelle geben kann, gehört hätte?<br />
Neue Ideen wurden immer von sogenannten &#8220;Experten&#8221; belächelt und die Menschen mit diesen Ideen und Überzeugungen für verrückt erklärt &#8211; egal, ob es sich um Flugzeuge, Autos, Eisenbahn, Telefon usw. handelt.</p>
<p>Auch Marktforschung kann bei Innovationen nicht weiter helfen, denn durch das <strong>&#8220;dem-Kunden-nach-dem-Maul-reden</strong>&#8221; lassen sich ebenfalls keine Innovationen erwarten.</p>
<p align="center"><strong>Hätte Henri Ford Marktforschung betrieben,<br />
so hätte er eine schnellere Kutsche entwickelt.”</strong></p>
<p>Hierduch wird man laut Jochen Röpke höchstens zum <strong>Sklaven des Konsumenten</strong>. Die Peitsche der Nachfrager hält einen auf Trab und man wird für seine Mühen abgespeist mit einem mageren Unternehmerlohn, denn der Käufer diktiert somit Angebot, Preise und Konditionen.</p>
<p>Alles was neu und anders ist, sieht in der Marktforschung zwangsläufig erst einmal schlecht aus.</p>
<p>Auch das Sammeln von neuen und weiteren Informationen hilft meist nicht weiter, denn <a href="http://blog.web-welten.de/?p=12">Wissen erhöht Unsicherheit</a>. Man bemerkt, was man alles noch nicht weiß, bekommt das starke Bedürfnis nach noch mehr Wissen, sammelt weitere Informationen, merkt noch mehr, dass man eigentlich fast überhaupt nichts weiß, usw… Das wahrgenommene Risiko nimmt also mit mehr Informationen und Wissen zu, anstatt ab. Wie es <a href="http://www.bubendorfer.com/" target="_blank">Thomas Bubendorfer</a> ausdrückte, kommt der Bergsteiger, der versucht alle Risiken abzuwägen und sich gegen alles abzusichern nie aus seinem Basislager heraus.</p>
<p>Infolgedessen muss man jemanden als Unterstützer bzw. Business-Angel für seine Idee finden, der diese Zusammenhänge versteht, sich nicht auf Meinungen Dritter verlässt und daher eher die persönliche Geschichte des Unternehmers, seine Motivation und seine Leidenschaft in den Vordergrund seiner Beurteilung stellt, da dies die wichtigste Voraussetzung für einen möglichen Markterfolg darstellt.</p>
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		<title>Wieso Geldgeber die innovativsten Startups unterschätzen</title>
		<link>http://blog.web-welten.de/2008/04/20/wieso-geldgeber-die-innovativsten-startups-unterschatzen/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 11:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hagen</dc:creator>
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<category>finanzierung</category><category>innovation</category><category>startup</category><category>unternehmertum</category><category>venture-capital</category>
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		<description><![CDATA[Einen sehr guten Beitrag, den ich nachfolgend daher 1:1 übernehme, hat Jochen Krisch zum Thema Geldgeber für Innovationen geschrieben: Paul Graham bringt das Paradoxe an innovativen Ideen und Geschäftsmodellen auf den Punkt: &#8220;Any really good new idea will seem bad to most people; otherwise someone would already be doing it.&#8221; Gründer, die etwas originär Neues [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen sehr guten Beitrag, den ich nachfolgend daher 1:1 übernehme, hat <a href="http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2008/04/wieso-geldgeber.html" target="_blank">Jochen Krisch zum Thema Geldgeber für Innovationen</a> geschrieben:</p>
<p>Paul Graham bringt das Paradoxe an innovativen Ideen und Geschäftsmodellen <a href="http://www.paulgraham.com/googles.html">auf den Punkt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Any really good new idea will seem bad to most people; otherwise someone would already be doing it.&#8221;</p></blockquote>
<p>Gründer, die etwas originär Neues wagen wollen, tun sich extrem schwer, an das erforderliche Kapital zu kommen, das es ihnen erlaubt, neuartige Ideen weiterzuentwickeln, reifen zu lassen und einen Weg zu finden, sie groß zu machen.</p>
<p>Wenn sich dann selten genug doch mal ein Kapitalgeber findet, beginnt umgehend der Monetarisierungsdruck &#8211; und die einst vielversprechende Idee wird solange verbogen, bis das Zukunftspotenzial dahin ist.</p>
<p>Umair Haque hat das Dilemma kürzlich <a href="http://discussionleader.hbsp.com/haque/2008/04/i_agree_and_i.html">beschrieben</a> (&#8220;How to Fix Venture Capital&#8221;) und Marcel Weiß hat es <a href="http://www.neunetz.com/2008/04/15/warum-gibt-es-keine-neuen-innovatoren-vom-schlage-googles/">aufgegriffen</a> (&#8220;Warum gibt es keine Innovatoren vom Schlage Googles?&#8221;).</p>
<p>Außenstehende unterschätzen, wie extrem risikoscheu die Investorenszene ist. Engagierte Gründer, die mit (scheinbar) verrückten Ideen neue Märkte erobern wollen, werden als Belästigung empfunden.</p>
<p>Zwar behaupten alle, dass sie &#8220;das nächste Google&#8221; finden wollen. Doch wird dies ihr ewiger Traum bleiben, weil weder die vom frühen Internet geprägten Business Angels noch angestellte Investmentmanager &#8220;das nächste Google&#8221; je erkennen würden. Viel zu riskant!<br />
<span id="more-275"></span> Paul Graham, der in den USA den Inkubator &#8220;Y Combinator&#8221; betreibt, <a href="http://www.paulgraham.com/googles.html">beschreibt die Gründe</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;<strong>Money guys undervalue the most innovative startups.</strong> The reason there aren&#8217;t more Googles is not that investors encourage innovative startups to sell out, but that they won&#8217;t even fund them.</p>
<p>The most surprising thing I&#8217;ve learned is how conservative they are. VC firms present an image of boldly encouraging innovation. Only a handful actually do, and even they are more conservative in reality than you&#8217;d guess from reading their sites.</p>
<p><strong>They&#8217;re terrified of really novel ideas</strong>, unless the founders are good enough salesmen to compensate.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ihre Risikoscheu und Phantasielosigkeit kann man Investoren schlecht vorwerfen. Siehe dazu auch den lesenswerten <a href="http://medienkonvergenz.com/2007/10/04/ein-paar-dinge-die-man-ueber-venture-capital-wissen-sollte/">Beitrag von Andreas Göldi</a> (&#8220;Ein paar Dinge, die man über Venture Capital wissen sollte&#8221;). Wohl aber kann man ihnen vorhalten, dass sie Innovationsfreude vorgaukeln, wo keine ist.</p>
<p>Gründer mit neuartigen Ideen sollten sich nichts vormachen: Innovationen sind bei Investoren nicht willkommen! Deshalb, wenn Ihr nicht in Schema F passt, verschwendet Eure Zeit nicht damit, bei den <a href="http://www.deutsche-startups.de/a-z/investors-a-z/">üblichen Verdächtigen</a> vorzusprechen &#8211; und selbst wenn sie von sich aus auf Euch zukommen, lehnt deren Geld ab!</p>
<p><a href="http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2007/12/etsy.html"> Orientiert Euch lieber</a> an Leuten wie Rob Kalin. Vermarktet Euch selbstbewusst und authentisch in Eurem eigenen Blog. Nehmt Kontakt zu Unternehmern (außerhalb Deutschlands!) auf, die selber eine neuartige(!) Idee umgesetzt haben.</p>
<p>Nutzt frühzeitig die Möglichkeiten, die Euch innovationsfreudige Blogs (<a href="http://www.zweinull.cc/">zweinull</a>, <a href="http://www.neunetz.com/">neunetz</a>, <a href="http://www.readwriteweb.com/">ReadWriteWeb</a> bzw. Exciting Commerce (für E-Commerce Themen)) bieten. Interessierte Investoren verfolgen diese Blogs sehr aufmerksam und stoßen so auf Euch.</p>
<p>Wenn Ihr ein spannendes Konzept habt und nicht ausschließlich im stillen Kämmerchen arbeitet, dann finden Euch die (wenigen) potenziellen Geldgeber auf die ein oder andere Weise.</p>
<p>Generell stellt Euch jedoch mental auf schwere Zeiten ein! Denn Kapital kriegen heute mehr denn je nur die, die sich an vermeintlich Bewährtem orientieren und (aus Investorensicht) auf Nummer sicher gehen.</p>
<p>Oder <a href="http://www.paulgraham.com/googles.html">anders forumuliert</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Whoever the next Google is, they&#8217;re probably being told right now by VCs to come back when they have more &#8220;traction.&#8221;</p></blockquote>
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