Fortschrittliches Denken durch Yin & Yang-Polarität

Am Wochenende las ich wieder mal eines der Bücher meines Lieblingsautors Alan Watts und musste erneut feststellen, wie viel wir von der traditionellen jahrtausend alten taoistische Philosophie für ein besseres und nachhaltigeres Management und Denken lernen können, da unsere alltäglichen Verhaltensweisen doch auf grundsätzlich anderen Vorstellungen zu beruhen scheinen… Dies wurde zwar schon oft von mir in diesem Blog ausgeführt, aber es ist immer wieder erfrischend darüber zu schreiben…Das chinesische Denken und Fühlen wurzelt in dem Prinzip der Polarität (nicht zu verwechseln mit Gegensatz oder Konflikt!).Polarität ist das Prinzip, daß + und -, Nord und Süd, verschiedene Aspekte ein und desselben Systems sind und das Verschwinden das einen das Verschwinden des Systems bedeuten würde.Die westliche Denke und Technologie ist noch immer ganz darauf abgestellt, „die Welt zu verbessern“, Freude zu haben ohne Leid, Reichtum ohne Armut und Gesundheit ohne Krankheit. Doch wie immer deutlicher wird, haben unsere gewaltsamen Anstrengungen, dieses Ziel mit Mitteln wie DDT, Penizillin, Kernenergie, industrielle Landwirtschaft usw. zu erreichen und jeden gesetzlich zu zwingen, oberflächlich „brav und gesund“ zu sein, mehr Probleme geschaffen, als sie lösen.Wir haben ein komplexes System von Beziehungen gestört, das wir nicht verstehen, und je mehr wir zu seinen Details vordringen, desto mehr entzieht es sich uns, indem es immer mehr Details enthüllt (Wissen erhöht Unsicherheit).Während wir versuchen, die Welt zu begreifen und zu dirigieren, läuft sie uns davon. Weiterlesen

Gegenüberstellung: Westliche und die asiatische Denke

Wie unterschiedlich Wahrnehmung, Erkenntnisgewinnung, Informationsverarbeitung, Wahrnehmung der „Realität“ und die Art des Denkens bei den Menschen durch die Kultur geprägt wird, veranschaulicht der Vergleich zwischen abendländischer und chinesischer Denk- und Sichtweisen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Unser lineares Ursache-Wirkungs-Denken hat seinen Ursprung in unserer abendländischen Kultur, die auf die Ideen der alten Griechen zurückgeht. Unsere Sprache mit den lateinischen Buchstaben wird zunächst nach Gehör (bzw. Augenlicht) analytisch in Laute (bzw. Buchstaben) zerlegt. Bspw. hat das geschriebene Wort „Geld“ mit dem Gegenstand, den es bezeichnet nicht die geringste Ähnlichkeit.

Ganz anders bei den Chinesen. Ihre Pictogramme/Bildzeichen sind ein vereinfachtes Bild dessen, was es bedeutet – und zwar als synthetische/synoptische Ganzheit. Wir schreiben Lautzeichen für Lautzeichen, die Chinesen skizzieren dagegen den Gegenstand als Ganzen, so wie wir ihn sehen. Dies führt zu einer vollkommen anderen Denkweise.

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