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The complete Web 2.0 directory
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Nachrichten-Communities gehoeren zu den heissesten Trends im Netz. Selbst die gross?en US-Tageszeitungen buhlen bei Surfen um Aufmerksamkeit. Inzwischen werden die Empfehlungs-Seiten zu Marketingplattformen – Korruption haelt Einzug im Web 2.0.
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Anfang 2007 kommt Windows Vista auf den Markt. OTTO startet dann einen Online-Store auf Vista-Basis, mit dem ein neues Kapitel des E-Commerce beginnen wird. Der OTTO Store entsteht derzeit in den SinnerSchrader Studios.
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Online-Werbetreibende, Mediaplaner und Kreative stehen im Alltag immer wieder vor der Frage, welche Werbeform für welche Werbestrategie und welches Kampagnenziel am Besten geeignet ist. Um diese Frage zu beantworten hat die TOMORROW FOCUS AG in einer umf
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Exciting Commerce Stars 2006 – Die Innovationstreiber National Was waren 2006 die Shoppingkonzepte mit der höchsten Innovationskraft? Von welchen Ideen gingen die größten Impulse aus? Oder anders gesagt: Welche Konzepte erlauben heute schon einen B
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Der yin-yang-Unternehmer: Jochen Röpke & Yin Xia, Mai 2006 Dieser Aufsatz ist Teil einer längeren Veröffentlichung (Reisen in die Zukunft des Kapitalismus), welche in Kürze als Buch erscheint. An detaillierten Literaturangaben und ausfährlicher Er
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“Web 2.0 gefährdet das Privatfernsehen”
18. Dezember 2006
Web 2.0 ist kein Mythos, sondern Realität, meinen die Berater von Booz Allen Hamilton. 12,4 Millionen Deutsche nutzen bereits die neuen, interaktiven Internetdienste wie das Lexikon Wikipedia, die Video-Gemeinschaft Youtube oder das Geschäftsnetzwerk Open BC, hat eine Umfrage der Berater unter 2400 Menschen ergeben.
“Web-2.0-Angebote substituieren klassische Medieninhalte. Zum Beispiel wird die amerikanische Version von ,Deutschland sucht den Superstar’ künftig auf Youtube stattfinden. Web 2.0 gefährdet damit das Privatfernsehen”, sagt Stefan Eikelmann, Partner bei Booz Allen Hamilton.
“Fernsehwerbung ist bei weitem überzogen”
© F.A.Z.Trotz des großen Potentials schaffen die interaktiven Seiten, auf denen die Nutzer selbsterzeugte Inhalte einstellen, nur eine geringe zusätzliche Wertschöpfung, meist in Form von Bezahldiensten wie bei Open BC. “Davon abgesehen entsteht mit Web 2.0 aber kein neuer Markt. Es kommt aber zu einer Verschiebung der Werbebudgets von traditionellen Medien ins Internet und innerhalb des Internetmarktes”, erwartet Eikelmann.
Darunter werden vor allem die Fernsehsender leiden. “Fernsehwerbung ist – im Verhältnis zur Mediennutzung – bei weitem überzogen”, ist der Berater überzeugt. Der gesamte Online-Werbemarkt werde sich in den kommenden beiden Jahren in Deutschland auf 2,8 Milliarden Euro erhöhen. Dazu kämen 1,7 Milliarden Euro mit Bezahldiensten. Den Löwenanteil am Internetmarkt werde aber der elektronische Handel behalten, der binnen drei Jahren von 14 auf 35 Milliarden Euro Umsatz steigen werde, erwarten die Berater.
“Das ist kostenlose Marktforschung”
Viele Unternehmen profitieren vom Trend zu Web 2.0. Pioniere wie der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble, der auf seiner Internetseite Tremor.com Produkte vorab von den Kunden testen läßt, oder Sportartikelproduzenten wie Adidas hätten gute Erfahrungen im Netz der zweiten Generation gemacht.
“Alle Unternehmen müssen sich auf Web 2.0 einstellen, da sie damit ihre betriebliche Effizienz erhöhen und Wettbewerbsvorteile generieren können”, sagt Michael Peterson von Booz Allen Hamilton. Ein Beispiel sei das Innovationsmanagement in den Unternehmen. “Die Innovation muß raus aus dem Elfenbeinturm. Künftig werden Produkte in vielen kleinen Schritten und in enger Interaktion mit den Kunden entwickelt. Das ist kostenlose Marktforschung”, sagt Peterson.
“Viel besser als plumpe Pop-up-Werbung”
Daneben sind mehr als ein Dutzend Unternehmen wie Adidas, Toyota oder Vodafone bereits im populären Online-Spiel “Second Life” präsent, um ihre Marke bekannt zu machen. “Das ist viel besser als plumpe Pop-up-Werbung”, sagt Eikelmann. Auch im Marketing gewinnen die Online-Gemeinschaften schnell an Einfluß.
“48 Prozent der Befragten vertrauen dem Rat ihrer Freunde, aber bereits 41 Prozent richten ihre Kaufentscheidung nach der Meinung unbekannter Mitglieder ihrer Gemeinschaft aus. Ein Stiftung-Warentest-Ergebnis wird künftig durch Nutzererfahrung ersetzt”, sagt Peterson.
Auf Web 2.0 reagieren, um überleben zu können
Web 2.0 könnte auch dem mobilen Internet, das sich trotz hoher Investitionen in die Technik bisher nicht durchgesetzt hat, zum Durchbruch verhelfen. Zum Beispiel gaben in der Umfrage 58 Prozent der deutschen Nutzer der amerikanischen Online-Gemeinschaft Myspace an, das Angebot auch unterwegs zu nutzen, meist auf dem tragbaren Computer, in der Schule/Universität oder im Internet-Café. Sollte mobile Datendienste günstiger werden, könnte sich die Nutzung der Web-2.0-Angebote auf mobilen Endgeräten schnell etablieren, erwarten die Berater.
Neben den Medien müssen auch die Telekommunikationsfirmen schnell auf die Herausforderung Web 2.0 reagieren, um langfristig überleben zu können. “Allein in Deutschland ist bei den traditionellen Telekommunikationsanbietern ein Umsatzvolumen von 1,7 Milliarden Euro in Gefahr. Sprach- und Nachrichtendienste werden zunehmend an den traditionellen Anbietern vorbei über das Internet abgewickelt”, sagt Eikelmann. Dazu gehören Internet-Telefonieanbieter wie Skype oder der Echtzeit-Nachrichtendienst ICQ.
“Kritische Masse an Nutzern gewinnen”
Allerdings werden mittelfristig nur einige neue Modelle und Anbieter im Web 2.0 überleben. Die vier großen Anbieter der ersten Internetwelle, Google, Yahoo, Ebay und Microsoft, werden die neuen Modelle für sich nutzbar machen, da sie über genügend Marktmacht, Finanzkraft und Erfahrung verfügen, erwarten die Berater.
Diese Unternehmen kaufen zur Zeit populäre Web-2.0-Angebote auf, sobald sie eine relevante Größenordnung erreicht haben. Google hat bereits die Video-Gemeinschaft Youtube erworben; Ebay hat den Internet-Telefoniedienst Skype übernommen, und die Foto-Gemeinschaft Flickr ist inzwischen eine Tochtergesellschaft von Yahoo.
Nur die Online-Gemeinschaft Myspace ging an ein traditionelles Medienunternehmen, die News Corporation von Rupert Murdoch. “Langfristig sind nur Geschäftsmodelle erfolgreich, die durch eine konsequente Ausrichtung des Angebotes eine kritische Masse an Nutzern gewinnen, damit relevante Netzwerkeffekte erreichen und die Kunden langfristig an sich binden können”, sagt Eikelmann.
Text: F.A.Z., 18.12.2006, Nr. 294 / Seite 21
Bildmaterial: F.A.Z. -
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Alle sprechen vom Web 2.0. Mit dem Modebegriff wird typischerweise eine Online-Welt charakterisiert, bei der sich die Kommunikation zwischen den Nutzern dank Social-Networking- und Social-Media-Technologien deutlich vereinfacht. Und auch die Anwendungen “
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Im E-Commerce bahnt sich eine Marktbereinigung an. Das kommende Jahr wird zeigen, wer die nun anstehenden Investitionen in Richtung Web 2.0, Social Commerce, etc. alleine stemmen kann. Und wer auf starke Partner angewiesen ist.
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Studie: Hohe Akzeptanz für Web 2.0 Mehr als 12 Millionen Deutsche nutzen bereits Web 2.0-Dienste – die hohe Akzeptanz fährt allerdings nicht automatisch zu höheren Gewinnen für Anbieter.
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Studie “Business Impact of blogs” die Verbreitung von Blognutzung und den Einfluss von privaten Meinungen und Erfahrungsberichten im Internet auf Kaufentscheidungen in Europa
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Nicole Simon’s Blog
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Neues für 2007: Frank Piller will sich im nächsten Jahr verstärkt dem Thema “User Manufacturing” zuwenden, der konsequente, nächste Schritt nach dem “Mass Customizing”.
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Es geht um die Frage, wem die Marke gehört. Wir meinen, dem Kunden. Erst wenn er seine Erfahrungen in Worte faßt und weitergibt, entsteht der absatzrelevante Wert, auf den viele Unternehmen zu recht stolz sind. Eine Marke, die von ihren Kunden nicht ko
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Amazon’s Next Twist: Will the Online Retailer Become a Key Enabler of User Manufacturing?
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Markenführung im Web 2.0: Community Management Patrick Breitenbach am 29. November 2006, in Thema: New Media, Markenführung
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Time’s Person of the Year: You


Wednesday, Dec. 13, 2006
Time’s Person of the Year: You
In 2006, the World Wide Web became a tool for bringing together the small contributions of millions of people and making them matter
The “Great Man” theory of history is usually attributed to the Scottish philosopher Thomas Carlyle, who wrote that “the history of the world is but the biography of great men.” He believed that it is the few, the powerful and the famous who shape our collective destiny as a species. That theory took a serious beating this year.To be sure, there are individuals we could blame for the many painful and disturbing things that happened in 2006. The conflict in Iraq only got bloodier and more entrenched. A vicious skirmish erupted between Israel and Lebanon. A war dragged on in Sudan. A tin-pot dictator in North Korea got the Bomb, and the President of Iran wants to go nuclear too. Meanwhile nobody fixed global warming, and Sony didn’t make enough PlayStation3s.
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Zlio
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Zlio
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Präsentation Sinner Schrader
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Seit gestern trifft sich das Who is who der europäischen Webszene in Paris auf der Le Web 3. Von dort berichtet live unser Korrespondent Mark Pohlmann.
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Technology Review: Herr Kurzweil, in Ihrem letzten Buch, das bislang noch nicht auf Deutsch vorliegt (“The Singularity is Near”, Viking), reflektieren Sie intensiv über das so genannte “Law of Accelerating Returns”.
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Aktuelle Trends im Elecronic Marketing Unter diesem Titel habe ich am Montag einen Vortrag an der European Business School (EBS) im Rheingau gehalten. Dabei ging es im wesentlichen um die Chancen und Herausforderungen, die sich dem Online-Marketing im U
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Plugin Daily del.icio.us mit Serendipity
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Besucher einer Website können zusammen Chatten
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Blogger können Marken zerstören
27. November 2006
Erst vier Millionen europäische Internetnutzer schreiben Online-Tagebücher (Blogs), aber ihr Einfluß auf das Marketing der Unternehmen kann sehr groß sein. “Aktive Blogger können eine Marke an einem Tag aufbauen – oder vernichten.
Firmen sollten daher keine Beziehung zu ihnen vortäuschen, oder sie werden einen Gegenschlag erleben”, sagt Jaap Favier vom Marktforschungsunternehmen Forrester, der Profile der europäischen Blogger erstellt hat. Er rät Unternehmen, erst dann die “Blogosphäre” zu betreten, wenn sie die Eigenheiten der Tagebuchschreiber genau kennen.
Ehrliche, transparente Beziehung
Zu den Bloggern, die sich als kritische, unabhängige Geister verstehen, sollten Unternehmen unbedingt eine ehrliche und transparente Beziehung aufbauen, rät Favier. “Um in der Ära des ,Social Computing’ erfolgreich zu agieren, müssen Unternehmen von Top-down-Management und Kommunikationstaktiken Abstand nehmen und Communities in ihre Produkte und Dienstleistungen einbeziehen”, sagt Favier.
Habe ein Unternehmen die Blogger aber überzeugt, werde sich das positiv auswirken, denn 70 Prozent der Blogger erzählten ihren Freunden, wenn sie ein Produkt mögen. Blogger sind besonders aktive Internetnutzer: Sie sind im Durchschnitt 31 Jahre alt, in der Mehrzahl weiblich, gehen in der Regel täglich ins Internet, verbringen dort jede Woche 16 Stunden und gehören zudem oft Online-Gemeinschaften wie MySpace an. Sie sind besonders hoch gebildet und schauen viel weniger Fernsehen, seitdem sie das Internet nutzen.
Text: ht., F.A.Z., 27.11.2006, Nr. 276 / Seite 21
Bildmaterial: F.A.Z.Quelle: http://www.faz.net
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Die Konfuzius-Konfusion
Handelsblatt Nr. 210 vom 31.10.06 Seite 11
Die Konfuzius-Konfusion
Helmut Schmidt behauptet in seinem neuen Buch, China würden alle Voraussetzungen für eine Demokratie fehlen – Ein exemplarisches Fehlurteil
Helmut Schmidt hat über die Jahre hinweg viele kluge Bücher und unzählige scharfsinnige Artikel für die “Zeit” geschrieben. Sein neues Buch “Nachbar China”, entstanden im Gespräch mit dem “Wirtschaftswoche”-Korrespondenten Frank Sieren, gehört nicht dazu. Im Gegenteil: Der Altbundeskanzler produziert auf 314 Seiten eine ärgerliche Mischung aus Vor- und Fehlurteilen, aus Verkürzungen und Verzerrungen, um seine zentrale These zu begründen. Sie lautet: In China würden alle Voraussetzungen für eine Demokratie fehlen, in der chinesischen Geschichte habe es keine demokratischen Traditionen gegeben, der Konfuzianismus mit seinem hierarchischen Staatsverständnis dominiere bis heute den gesamten chinesischen Kulturraum.
Helmut Schmidts Worte wiegen schwer: In seinen Jahren als Bundeskanzler und danach besuchte er das Reich der Mitte gut ein Dutzend Mal. Schmidt gehört damit zu den besten China-Kennern unter den deutschen Politikern. Mao Zedong, Deng Xiaoping, Hu Yaobang, Zhao Ziyang, Jiang Zemin – so gut wie alle wichtigen chinesischen Staats- und Parteiführer hat Schmidt seit der Mitte der 70er-Jahre persönlich gesprochen. Ihr Bild bleibt in dem Buch jedoch merkwürdig blass. Schmidt beschreibt seine Gesprächspartner nicht wirklich, sondern er schiebt sie mit schneller Handbewegung in die gleiche Schublade. Schmidt über Mao: “ein Mann, den man nicht vergisst”, Schmidt über Deng: “Ich mochte den Kerl”, Schmidt über Hu: “ein kluger Kerl”, Schmidt über Zhao: “ein genialer Kerl”. Sein eigentliches Thema ist ein ganz anderes, wie man schon im Vorwort lesen kann: Es sei nichts als “leichtfertige moralische und politische Besserwisserei”, wenn der Westen demokratische und rechtsstaatliche Reformen in China fordere.Aber stammen die Forderungen nach Demokratie in China wirklich nur von außen (oder einer winzigen vom Westen aufgewiegelten Schar von Dissidenten)? Gab es in der ganzen chinesischen Geistesgeschichte tatsächlich keine demokratischen Traditionen?
Schmidt behauptet wie viele andere Autoren von deutschen China-Büchern in den letzten Jahren, der Konfuzianismus habe das Reich der Mitte als Staatslehre seit über 2 000 Jahren kontinuierlich geprägt. In Wahrheit rangen in der chinesischen Oberschicht über Jahrhunderte jedoch sehr verschiedene geistige Strömungen miteinander – in erster Linie Konfuzianismus, Buddhismus und Taoismus. Schon aus der Tang-Zeit (618 – 907) finden sich Kommentare des Kaisers Xuanzong zu allen drei Lehren, die seine Beamten im ganzen Reich eifrig studierten. Über Jahrhunderte bemühten sich die Literaten und kaiserlichen Beamten darum, die Gedanken aus allen drei Philosophien miteinander zu verbinden. Die chinesische Geistesgeschichte lässt sich also nicht auf den Konfuzianismus allein reduzieren, auch wenn er eine sehr wichtige Rolle in ihr spielte.
Hinzu kommt: In der Sittenlehre des Konfuzius selbst fanden sich, anders als viele heute immer wieder behaupten, durchaus auch vor-demokratische Ideen, wie etwa die Verpflichtung des Herrschers zum Gespräch mit den Gelehrten oder zum Verzicht auf willkürliche Gewalt gegen das Volk.
Erst recht gilt das für den Taoismus: Laotse und die frühen Taoisten betonten in ihrer (nur schwer fassbaren und noch schwerer übersetzbaren) Philosophie Werte wie Weltabgeschiedenheit, Skepsis, Individualität, Tugend und Spontaneität, ja sogar ein Grundmisstrauen gegen jegliche staatliche Gewalt. Durch die Taoisten kam ein freiheitliches, ja libertäres und manchmal sogar anarchistisches Element in das chinesische Denken.
Aus dem Buddhismus gingen in die chinesische Geistesgeschichte individualistische Vorstellungen wie Eigenverantwortung oder Selbstgenügsamkeit des Menschen ein, die ein starkes Gegengewicht zu den konfuzianischen Werten der Pietät in der Familie bildeten. Über Jahrhunderte vermischten sich die drei Philosophien und verwischten sich die Scheidelinien zwischen ihnen. Im Westen wird die reiche chinesische Geistesgeschichte außerhalb sinologischer Fachkreise bis heute jedoch fast vollständig ignoriert und durch ein übersimplifiziertes Bild des Konfuzianismus ersetzt.
Dabei ist das, was wir in der heutigen Debatte “Konfuzianismus” nennen, allerhöchstens die vierte oder fünfte Ableitung des ursprünglichen philosophischen Werkes. Es geht nicht um die ursprüngliche Idee des Meisters Kong (im Westen Konfuzius genannt), sondern um Neo-Neo-Neo-Konfuzianismus. Wechselnde Dynastien und Herrschaftssysteme (bis hin zur heutigen Kommunistischen Partei Chinas) haben sich über die Jahrhunderte konfuzianischer Gedanken bemächtigt und sie in ihrem Sinn verarbeitet und für ihre Zwecke verdreht.
Erst während der Song-Zeit entstand im 11. Jahrhundert eine hierarchische Staatsordnung mit einem vollständigen System von Beamtenprüfungen und Regeln für die Regierung, die sich auf Konfuzius berief. Diese Ordnung entstand ausgerechnet in der Auseinandersetzung mit Buddhismus und Taoismus, hinter denen der Konfuzianismus zur damaligen Zeit fast völlig verschwunden war. In der Wissenschaft bezeichnet man diese frühe Epoche daher zu Recht bereits als “Neo-Konfuzianismus”, weil die damalige Staatsphilosophie viele Elemente des ursprünglichen Werks beiseite schob.
Dieser Vorgang wiederholte sich in der Geschichte mehrmals. Heute sprechen die Sinologen vom “neuen Konfuzianismus”, wenn sie über die Versuche im 20. und 21. Jahrhundert sprechen, aus einer Philosophie eine Legitimationsideologie für nationalistische und/oder postkommunistische Systeme zu konstruieren. Wer an die simple “Kontinuität” eines übergeschichtlichen Konfuzianismus in China glaubt wie Helmut Schmidt, blendet die Verkehrungen und Brechungen der chinesischen Geistesgeschichte völlig aus. Leider sitzt diese Konfuzius-Konfusion fest in den Köpfen vieler Autoren, die über das heutige China schreiben, ohne sich wirklich tiefer gehend mit dessen Geschichte zu beschäftigen.
In Wahrheit ziehen sich auch durch die ganze chinesische Geschichte viele demokratische und freiheitliche Ideen. Während der so genannten chinesischen Renaissance vom 11. bis 13. Jahrhundert wandte sich Wang Anshi beispielsweise mit seinen Schriften gegen den Despotismus, forderte bindende Gesetze für alle und die Abschaffung der Ausbeutung der Bauern. Das 17. Jahrhundert war für China eine besondere Zeit der geistigen Offenheit, des Nonkonformismus und der Wissbegier: Gelehrte gründeten eine “Erneuerungsgesellschaft” und kritisierten den Absolutismus der Kaiser. Huang Zhongxi forderte damals in einem Buch, der Fürst und seine Minister müssten in jeder sittlichen Regierungsordnung dem Volk dienen und nicht umgekehrt.
Das 18. Jahrhundert erlebte buddhistische Freidenker, die sich mit provokanten Worten gegen die hierarchische Gewalt im Land wandten. Denker wie Wang Zhong wagten es, wie Zeitgenossen berichteten, “Konfuzius zu entthronen”. Einer der bedeutendsten Gelehrten der chinesischen Geschichte, Dai Zhen (1723 – 1777), kritisierte die konformistische Moral der Konfuzianer. Helmut Schmidts Behauptung, “das Individuum und seine persönliche Freiheit” hätten in China niemals eine Rolle gespielt, ist schlicht falsch.
Der französische Sinologe Jacques Gernet schreibt in seinem Standardwerk “Die chinesische Welt”, Chinas Geistesleben sei immer komplexer geworden, je mehr es sich dem 20. Jahrhundert näherte. Im 19. Jahrhundert sah der große chinesische Reformer und Staatsmann Kang Youwei (1858 – 1927) in dem “wahren Konfuzius einen demokratischen Reformer”, wie Gernet schreibt. Seine berühmten 100-Tage-Reformen waren der erste Versuch, für das Reich der Mitte einen demokratischen Modernisierungsweg zu öffnen.
Interessanterweise schöpfte Kang seine Ideen jedoch nicht aus westlichen Quellen, die ihm weitestgehend unbekannt waren, sondern aus rein chinesischer Tradition. Demokratie ist also keineswegs eine abendländische Erfindung, die nur von außen nach China eindrang.
Erst ab 1875 verstärkte sich in China die Auseinandersetzung mit westlichen Ideen. Die Zeit nach der Jahrhundertwende bis in die späten 20er- Jahre des 20. Jahrhunderts brachte China eine Periode reger geistiger Auseinandersetzung über einen chinesischen Weg in die wirtschaftliche Moderne und in die Demokratie. “Minzhu” (das chinesische Wort für Demokratie, wörtlich: Volk-als-Herrscher) beherrschte den intellektuellen Diskurs der damaligen Zeit. Der große chinesische Demokrat Liang Qichao übersetzte westliche Staatsphilosophen wie Locke und Rousseau ins Chinesische und forderte schon 1895 eine demokratische Beteiligung des Volkes an der Regierung.
Sun Yat-sen (1866 – 1925), der erste Präsident der chinesischen Republik nach dem Sturz der Qing-Dynastie, orientierte sich ab 1911 stark am Vorbild Abraham Lincolns. Suns berühmte drei Volksprinzipien lauteten: China müsse “vom Volk, durch eine Regierung des Volkes und für das Volk” regiert werden. In der so genannten 4.-Mai-Bewegung demonstrierten chinesische Studenten und Intellektuelle 1919 erstmals massenhaft gegen die eigenen Militärmachthaber und ausländische Mächte für Demokratie und Freiheit.
Bei Helmut Schmidt kommt das alles nicht vor. Für ihn existiert nur eine Traditionslinie, die schnurstracks vom “System der Mandarine” zur “kommunistischen Herrschaft” führt. Das wiederholte Aufbegehren chinesischer Intellektueller seit 1949 gilt ihm als reine Randnotiz. Bürgerrechtler wie Wei Jingsheng, der schon 1979 eine demokratische Modernisierung forderte, erklärt er zu realitätsfernen Idealisten. Die Bewegung vom Platz des himmlischen Friedens 1989 hält er für überschätzt und letztlich gefährlich. Die Ein-Parteien-Herrschaft in China sei “zweckmäßiger” als die Herrschaftssysteme in Ländern wie Saudi-Arabien oder Syrien (Welch ein Vergleich!).
Und selbst außerhalb der Volksrepublik entdeckt er im chinesischen Kulturkreis keinen Anlass zur Hoffnung. Schmidt spricht abschätzig von der “Taiwan-Demokratie”, die vom Westen nur deshalb “aufgepäppelt” worden sei, um “den Kommunisten in Peking zu schaden”. Generell würde er für “Demokratie in einem Entwicklungsland keinen Cent in die Hand nehmen”.
Spätestens hier schlägt Ignoranz gegenüber historischen Fakten in genau jene “Besserwisserei” um, die Schmidt am Anfang seines Buches so wortreich bei anderen beklagt. Die Menschen auf Taiwan, die jahrzehntelang unter der Diktatur der nationalistischen Kuomintang zu leiden hatten, wissen erheblich besser als wir, welche bedeutsamen Fortschritte die Inselrepublik in Richtung Demokratie und Meinungsfreiheit gemacht hat. Aus dem Beispiel der friedlichen Demokratisierung Taiwans (und aus der starken demokratischen Bewegung in Hongkong) ziehen viele Intellektuelle in der Volksrepublik China die vielleicht größte Hoffnung für ihr eigenes Land.
Über die fortlaufenden Menschenrechtsverstöße in der Volksrepublik China verliert Schmidt wie viele andere deutsche Autoren von populären China-Büchern kein einziges Wort. Massenhinrichtungen, das chinesische Laogai-Zwangsarbeitersystem, die unerbittliche Verfolgung von Christen, Zwangsabtreibungen und willkürliche Verhaftungen, der Handel mit den Organen von Hingerichteten, kurz die ungeheuerliche alltägliche Gewalt einer Diktatur – sie kommt auf den 314 Seiten nicht vor. Schmidt hält sie in der Beurteilung der chinesischen Zukunftsperspektiven offenbar für eine Quantité négligeable. Dabei geht es bei all diesen Fragen noch gar nicht um parlamentarische Demokratie und Bürgerfreiheiten im westlichen Sinn, sondern allein um die allergrundsätzlichsten Naturrechte des Menschen.
Jegliche Kritik an der chinesischen Führung erledigt der Altbundeskanzler mit einer sehr einfachen rhetorischen Figur: Wer die heutige chinesische Führung kritisiert, kritisiert “die” Chinesen. Wer demokratische Rechte einfordert, demonstriert kulturelle Herablassung. Wer politischen Druck aufbaut, mischt sich in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates ein. “Die” Chinesen gestalteten ihr Land halt so, wie sie es wollten, schreibt Schmidt.
Aber wer sind “die” Chinesen? Was ist mit den chinesischen Bürgerrechtlern, mit den Angehörigen verfolgter Religionsgemeinschaften? Oder mit den Hunderttausenden von chinesischen Bürgern, die sich jedes Jahr mit Petitionen an ihre Regierung wenden? Was ist mit den Zehntausenden von Chinesen, die in der Diaspora leben und dort rege Diskussionen (zum Beispiel im Internet) über einen demokratischen Weg führen?
Wahrscheinlich begegnet Schmidt solchen Einwänden mit seinem alten Argument vom Unterschied zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethikern. Mögen die Gesinnungsethiker ruhig nach Demokratie rufen, den Verantwortungsethikern muss es vor allem um die Stabilität und weitere wirtschaftliche Entwicklung Chinas gehen. Der Altbundeskanzler kann sich bei diesem Argument auf viele Stimmen im Reich der Mitte stützen.
Die Angst vor dem großen Aufruhr verklammert heute die Führung der Kommunistischen Partei mit der neuen wirtschaftlichen Oberschicht und dem größten Teil der städtischen Bevölkerung. Selbst viele kritische Intellektuelle, die sich für eine Demokratisierung Chinas einsetzen, lassen dieses Argument gelten. Die sprichwörtliche Furcht vor dem großen Chaos (chinesisch: luan) speist sich aus den traumatischen Erlebnissen der neueren Geschichte, von der Taiping-Revolte im 19. Jahrhundert über den Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und Nationalisten bis hin zur Kulturrevolution Maos.
Viele chinesische Intellektuelle wissen heute sehr genau, welch ein mörderischer Unmut sich in vielen chinesischen Dörfern nach Jahrzehnten brutaler Unterdrückung durch despotische Parteifunktionäre aufgebaut hat. Und sie fürchten, dass er sich eines Tages in einem Amoklauf irrationaler Gewalt entladen könnte. Die Sorge um die Stabilität Chinas, die Schmidt fortlaufend beschwört, ist also durchaus berechtigt. Zugleich benutzten die KP-Führer dieses Argument aber auch, um jede Kritik an ihrer Korruption und ihrer Gewaltherrschaft zu unterdrücken. “Jede Kritik an der Gegenwart kann als Rückfall in die Kulturrevolution denunziert werden”, schreibt beispielsweise der chinesische Wissenschaftler Wang Hui von der Qinghua-Universität.
Gleichzeitig verhindern die Machthaber in Peking auch jede öffentliche Auseinandersetzung über die wirklichen Ursachen der mörderischen Bewegungen, mit denen die Kommunisten das Land wiederholt selbst ins Chaos stürzten. Der “Sprung nach vorn” in den 50er-Jahren, der mehr Chinesen das Leben kostete als alle Säuberungen Stalins in der Sowjetunion zusammen, und die Kulturrevolution bleiben für die offiziellen Medien und den akademischen Diskurs im Reich der Mitte ein absolutes Tabu. Liu Xiaobo, der Präsident des unabhängigen chinesischen Pen, erwartet eine gewaltige Krise im Land, wenn die Lebenslügen der KP-Geschichtsschreibung weiterhin jegliche Moral im Land zersetzen. Menschen wie Liu argumentieren heute, wie dieses Beispiel zeigt, mit Konfuzius für die Demokratie – und gegen die scheinkonfuzianische Legitimationsideologie in Peking.
Genauso kann man Schmidts Hauptargument auch gegen ihn selbst kehren: Gerade wer ein überwältigendes Interesse an einem stabilen China hat, sollte im Dialog mit dessen Führung nicht nachlassen in der Forderung, die Menschenrechte zu beachten und mehr Meinungsfreiheit zu ermöglichen. Nur so lässt sich langfristig verhindern, dass sich der große Druck in der chinesischen Gesellschaft in einer gefährlichen Explosion entlädt. Dabei geht es nicht um Einmischung von außen, sondern um die Unterstützung der vernünftigen Forderungen, die längst in der chinesischen Gesellschaft selbst breit diskutiert werden.
Seit Jahrzehnten ist im chinesischen Kulturkreis ein breites Kaleidoskop von Ideen und Bewegungen zu beobachten, die sich für eine Überwindung der kommunistischen Herrschaft und für Demokratie einsetzen. Wie so oft in der chinesischen Geschichte sickern die subversiven Gedanken von der Peripherie des Reichs in sein Zentrum ein.
Für die Führer in Peking gelten alle Menschen im In- und Ausland, die sich ihnen widersetzen, als “schlechte Elemente”. Ian Buruma greift dieses Schlagwort in seinem Buch “Bad Elements: Among the Rebels, Dissidents and Democrats of Greater China” ironisch auf. Nur ein “demokratisches, repräsentatives System” könne auf Dauer die Stabilität Chinas garantieren, schreibt der renommierte Asien-Kenner.
Fünf Jahre recherchierte Buruma, um dieses Buch zu schreiben. Der Niederländer redete mit Hunderten von Menschen, die für ein “anderes China” stehen. Man möchte zu gern wissen, mit wie vielen von ihnen Helmut Schmidt gesprochen hat, bevor er sein Buch veröffentlichte.
BERND ZIESEMER ist Chefredakteur des Handelsblatts.
Nachbar China, Helmut Schmidt im Gespräch mit Frank Sieren, Econ/Ullstein, Berlin 2006.
Ziesemer, Bernd
31. Oktober 2006
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Drei unterschiedliche Sichtweisen auf die Natur und die Welt.
In der westlichen Theorie ist Natur/die Welt eine Maschine, etwas künstlich geschaffenes: Die Natur ist von Gott geschaffen worden (wie ein Töpfer Töpfe aus Lehm macht, oder ein Tischler einen Tisch aus Holz).
Unsere Tradition ist es auf die Welt, wie auf ein Konstrukt zu schauen. Irgendjemand weiss, wie sie zusammengesetzt ist. Irgendjemand versteht dies und dieser jemand ist der Erschaffer, der Architekt: Gott.
Im 18. Jhd. fing die wesliche Sicht an, sich zu verändern. Man wurde sich unsicher, ob es einen Ersteller, einen Gott gibt. Aber es wurde weiterhin auf die Welt als etwas künstliches geschaut (als eine Maschine). Zur Zeit Newtons wurde die Welt als eine mechanische Funktion gesehen. Und wir stehen immernoch unter diesem Einfluss. Wenn die Funktionsweise des menschlichen Körpers beschrieben wird, dann wird beispielsweise beschrieben, wie Nahrung aufgenommen wird, wie diese in den Körper wandert und wie welches Organ diese verarbeitet. Ganz genau so, als wenn man eine Nahrungs-Fabrik betrachtet, wo vorne ein Tier hineingegeben wird und hinten eine Wurst herauskommt.
Ebenso findet auch die medizinische Praxis statt. Man wird wie eine Maschine betrachtet. Wenn man bspw. in ein Krankenhaus zur allgemein-Untersuchung geht, dann wird man von unterschiedlichen Spezialisten untersucht. Man wird in einen Prozess gegeben. Jeder Arzt betrachtet den Menschen nicht als Mensch, sondern nur durch seine spezialisierte Brille. Der Herz-Spezialist betrachtet sich das Herz, von dem anderen versteht er nichts), der HNO-Spezialist betrachtet seinen Teil des Menschen usw. Jeder schaut auf seinen spezialisierten Teil, genauso, wie sich ein Auto-Mechaniker ein Auto betrachtet. Dies liegt an der Sichtweise, wie wir uns sehen und wahrnehmen. In der westlichen Sicht wird das “Ich” meist als etwas im Gehirn wahrgenommen und nicht der gesamte Körper als “Ich” gesehen. Wir leben in dieser Sicht in einem Körper genauso, wie mein ein Auto besitzt und wenn etwas kaputt ist, dann geht man zum Mechaniker, um es reparieren zu lassen. Man identifiziert sich nicht mit seinem Körper, genausowenig wie man sich mit seinem Auto identifiziert.
Dies ist die westliche Theorie von Natur – Natur als etwas künstiches, etwas hergestelltes. -
Yin&Yang oder die Verknüpfung von Anbieter- und Kundensicht
Anbieter und Kunde bedingen sich gegenseitig. Folglich sind beide Perspektiven (wie Yin & Yang) in Einklang zu bringen, d.h. es gilt die Leistungen nicht nur effizient zu erbringen (Profitabilität), sondern
auch mit effektiven Leistungen einen hohen Kundenvorteil zu bieten.Anbietersicht Kundensicht Wert des Kunden (Kundenwert/Customer Equity), Effizienz, Routine/Management Wert für Kunden (Kundenvorteile)
Effektivität, Innovation/Evolution
Die Kunst des Yin & Yang besteht darin, nicht an dem einen festzuhalten und das andere auszuschließen. Beide sind ins Gleichgewicht zu bringen, da das eine ohne dem anderen nicht existieren kann. Es stellt keinen Dualismus, sondern eine explizite Zweiheit dar, die eine implizite Einheit zum Ausdruck bringt.
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Kundenvorteile schaffen Unternehmensvorteile
Wichtigster Zweck eines Unternehmens ist es, Leistungen für Kunden zu erbringen. Durch eine intelligente Kombination von Ressourcen gilt es, diese effizient zu erbringen. Gleichzeitig soll mit effektiven Leistungen ein optimaler Wertbeitrag für den Kunden geboten werden. Der Kundenvorteil (Wert für Kunden) besteht in seinem wahrgenommenen Nutzen/Mehrnutzen im Prozess der Zusammenarbeit und für die Leistung eines Anbieters. Der hier verfolgte Ansatz geht für den Kundenvorteil weiter als bisherige, weil sie
- nicht nur Kunden oder die Marktsegmente, sondern Communities und ihre Interaktion berücksichtigen.
- nicht Produkte oder Sortimente, sondern integrierte Leistungssysteme in den Vordergrund stellen. Damit gilt es auch vermehrt, mögliche Kooperationen, virtuelle Unternehmen oder Markensysteme zu betrachten.
- neue Nutzendimensionen bewusst berücksichtigen. Zusätzlich zur “traditionellen” Bedürfnisbefriedigung müssen “Beiträge zur Problemlösung”, “emotionale Kundenwerte” und “Erlebniswelten des Kunden” einkalkuliert werden.
Kundenvorteile im Überblick:
Kundenvorteil Ziel Ansatz 1. Emotionsvorteil Der Kunde erlebt das Unternehmen als sympathisch und kompetent. Markenmanagement:
Positionierung; Emotions- und Fachkompetenz2. Beziehungsvorteil Der Kunde kennt die wichtigsten Bezugspersonen und Unternehmen und kann ihre Fähigkeiten einschätzen. Management persönlicher Geschäftsbeziehungen:Personenvernetzung Anbieter und Kunde; Umgang mit persönlichen geschäftsbeziehungen in Organisationen; Beziehungsmanagement einzelner Führungskräfte und Mitarbeiter 3. Erklärungsvorteil Der Kunde kann die Leistung beurteilen. Kommunikationsmanagement:
Kundenintegration; Systemverkauf: Dokumentationen; Marktbearbeitung4. Individualisierungsvorteil Die Leistung passt auf den Bedarf des Kunden. Leistungsmanagement:
Leistungsmodule, Kooperation mit Kunden5. Entlastungs- und Sicherheitsvorteil Der Kunde delegiert Aufgaben an das Unternehmen und fühlt sich dabei sicher. Leistungsmanagement:
Outsourcing; nutzenorientierte Geschäftsmodelle6. Qualitätsvorteil Die Leistungsqualität (Produkte, Prozesse, Services usw.) ist für den Kunden optimiert. EFQM und Qualitätsmanagement:
Total Quality Management und Zertifizierungen; Servicequalität; Beziehungsqualität7. Innovationsvorteil Innovationen bereiten zukünftige Erfolge des Kunden vor. Innovationsmanagement:
Forschung und Entwicklung sowie Innovationsmanagement; Lead-User-Konzepte und Kundenintegration; Entwicklungszusammenarbeit mit Kunden8. Geschwindigkeits- und Flexibilitätsvorteil Der Kunde bleibt beweglich. Prozess- und Zeitmanagement:
Abstimmung der Vorräte und Kapazitäten; vereinfachte Strukturen und Abläufe; Prozessmanagement und -differenzierung9. Wirtschaftlichkeitsvorteil Der Kunde senkt seine Kosten und steigert seine Erträge. Kosten- und Nutzenmanagement:
Nutzenorientierte Preisgestaltung; Kostensenkung; Leistungsselektion10. Koordinationsvorteil Interne und externe Schnittstellen werden für den Kunden optimal bewältigt. Internes und externes Koordinationsmanagement:
Organisation; Prozesse; Systeme; Teams zur Koordination -
Anbieter und Kundensicht

- Unternehmen konzipieren ihre Leistung von innen nach außen. Die Kunden urteilen jedoch von außen nach innen (Kernleistung ohne Mängel ist Selbstverständlich)
- Die erweiterten Funktionen machen das Produkt aus Kundensicht letztlich aus. Die Kunden stellen die Kundenbeziehung in den Vordergrund
- 2 Produktwelten (Äußere/Physische und Innere/Psychische, d.h. Bild, Wissen,…).
- Das innere Bild lenkt die Handlungen des Kunden (welches Bild habe ich von dem Anbieter,…)
- Die Leistung ist in soziale Kontexte eingebettet (Beziehung 1:1 und Community)
- Welche Funktionen erfüllen wir für unsere Kunden (Beziehungsebene)




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