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“Know-how” oder “no how”
Als wichtige Eigenschaft im Management und in vielen anderen Bereichen wird immer wieder die Wichtigkeit von “Know-How” herausgestellt. Ist es aber wirklich wichtig zu wissen, wie etwas bestimmtes funktioniert?Für Daoisten ist die höchste Art von Kenntnis nicht “know-how” sondern “no-how”.Etwas mit “no-how” zu bewerkstelligen bedeutet sozusagen, es ohne Methode zu können und ohne dieser Sache Aufmerksamkeit schenken zu müssen. Unser Körper beispielsweise funktioniert, ohne dass wir wissen müssen, wie er funktioniert und dass wir darüber nachdenken müssen (unser Herz schlägt, unser Haar wächst, usw.) – ganz automatisch, Tag für Tag.
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Neues Buch von Jochen Röpke
Ich bin schon sehr auf das neue Buch von Jochen Röpke: “Reisen in die Zukunft kapitalistischer Systeme” gespannt…
Hier schon einmal ein kurzer Vorgeschmack aus dem Vorwort:
“Die kommende Gesellschaft ist immer weniger eine, die sich als
interventionsbedürftig und –willig sowie evolutionsresistent erweist. Gesellschaften und Unternehmen, die ohne Eingriffe – ethische, religiöse, rechtliche, steuerliche – nicht leben können, wollen oder dürfen, laufen gegen die Wand der Evolution. Sie bremsen sich entwicklungsökonomisch und kompetenzevolutorisch gegenseitig aus.
Der von uns vorgestellte Daoismus fordert, was die Klasse der Berater, Besserwisser, Eingreifer, Durchwinker und Managerkapitalisten in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik erschaudern läßt: „Laß einfach alle Dinge sich von selbst entwickeln“ (Zhuangzi). Und Laozi sagt ihnen: „Handeln sie ohne zu Handeln (wei wuwei), dann (ze) bleibt nichts unregiert/ungeordnet (wu bu wei)“ (Dao De Jing, Kapitel 3).
Ist damit ein Ende der Sakralisierung von Entmündigung und Bevormundung (scheinbar zum Wohle der Opfer) gemeint? Wir erläutern dazu die theoretischen Grundlagen des Daoismus vor dem Hintergrund der modernen Entwicklungs- und Systemtheorie. Wir versuchen, Einsichten aus den vormodernen Quellen des Daoismus in neuere Erkenntnisse der Entwicklungsforschung zu integrieren, in Form einer systematischen und systemischen Umarmung zu verbinden.”Tags: Daoismus, Roepke, Evolutionstheorie, Wirtschaft, Entwicklung, Wirtschaftstheorie, Management, Innovation
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MAFEX-Blog
links for 2007-07-29
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Blog des Marburger Förderzentrums für Existenzgründer
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Fortschrittliches Denken durch Yin & Yang-Polarität
Am Wochenende las ich wieder mal eines der Bücher meines Lieblingsautors Alan Watts und musste erneut feststellen, wie viel wir von der traditionellen jahrtausend alten taoistische Philosophie für ein besseres und nachhaltigeres Management und Denken lernen können, da unsere alltäglichen Verhaltensweisen doch auf grundsätzlich anderen Vorstellungen zu beruhen scheinen… Dies wurde zwar schon oft von mir in diesem Blog ausgeführt, aber es ist immer wieder erfrischend darüber zu schreiben…Das chinesische Denken und Fühlen wurzelt in dem Prinzip der Polarität (nicht zu verwechseln mit Gegensatz oder Konflikt!).Polarität ist das Prinzip, daß + und -, Nord und Süd, verschiedene Aspekte ein und desselben Systems sind und das Verschwinden das einen das Verschwinden des Systems bedeuten würde.Die westliche Denke und Technologie ist noch immer ganz darauf abgestellt, “die Welt zu verbessern”, Freude zu haben ohne Leid, Reichtum ohne Armut und Gesundheit ohne Krankheit. Doch wie immer deutlicher wird, haben unsere gewaltsamen Anstrengungen, dieses Ziel mit Mitteln wie DDT, Penizillin, Kernenergie, industrielle Landwirtschaft usw. zu erreichen und jeden gesetzlich zu zwingen, oberflächlich “brav und gesund” zu sein, mehr Probleme geschaffen, als sie lösen.Wir haben ein komplexes System von Beziehungen gestört, das wir nicht verstehen, und je mehr wir zu seinen Details vordringen, desto mehr entzieht es sich uns, indem es immer mehr Details enthüllt (Wissen erhöht Unsicherheit).Während wir versuchen, die Welt zu begreifen und zu dirigieren, läuft sie uns davon. Read the rest of this entry »
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Jeden Tag werde ich unklüger…
Je mehr ich weiss, desto mehr merke ich, dass ich nichts weiss…Jeden Tag erlebe ich immer wieder, dass wenn ich mit einem Thema beschäftige (auch bei Themen, bei denen ich dachte über großes Wissen zu verfügen) desto mehr Facetten eröffnen sich zu diesem und es ergeben sich immer neue und weitere Aspekte.Je tiefer man in ein Thema eintaucht, desto stärker entgleitet es einem und um so größer wird folglich die Unsicherheit, da sich immer weitere, ganz neue und vorher nicht erkennbare Blickwinkel und Aspekte ergeben…Wissen erzeugt somit Unwissen. Je mehr wir wissen, desto mehr wissen wir nicht. Man bemerkt, was man alles noch nicht weiß, bekommt das starke Bedürfnis nach noch mehr Wissen, sammelt weitere Informationen, merkt noch mehr, dass man eigentlich fast überhaupt nichts weiß, usw… Dem Nichtwissenden stellt sich die Welt einfach dar.Nur der Vollidiot glaubt folglich, er wisse alles über ein Thema bzw. über alles bescheid und kennt sich zu jedem Thema aus…Hier noch ein paar interessante Weisheiten zu dieser Erkenntnis:
Wissen erhöht Unsicherheit.Handeln bei Unsicherheit erzeugt neues Nicht-Wissen.
“Nur der Wahnsinnige ist sich absolut sicher”(J. Röpke, 2002, S.33)
Weise Menschen sind keine Vielwisser.Vielwisser sind keine Weisen.(Lao-tse, Tao-te-ching, 81)
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Ein bewegtes Forscherleben
Radikal-Konstruktivist Ernst von Glasersfeld wurde dieser Tage 90 Jahre altDer Name ist Programm. Die Kernaussage des radikale Konstruktivismus mag nämlich auch heute noch vielen radikal erscheinen: Wir Menschen entdecken die Welt nicht “objektiv”, sondern wir konstruieren sie uns gleichsam in unserem Gehirn, im Grunde ohne Bezug zur “wirklichen Welt”. Einer der wichtigsten Wegbereiter dieser Denkrichtung neben Humberto Maturana und Heinz von Förster ist der vor genau 90 Jahren geborene Ernst von Glasersfeld.Der Sohn eines vermögenden Kunstfotografen fand nach turbulenten Jugend- und Wanderjahren erst vergleichsweise spät zur Wissenschaft. Viersprachig aufgewachsen, studierte er kurz Mathematik in Zürich und Wien, begründete 1937 den Alpinismus in Australien und emigrierte dann nach Irland, wo er als Farmer lebte.Über die Lektüre von Finnegans Wake entwickelte der junge Glasersfeld Interesse am italienischen Philosophen Giovanni Battista Vico, übersiedelte nach Italien, wo er zunächst als Journalist arbeitete, ehe Ende der 1950er-Jahre Forscher am Centro di cibernetico an der Universität Mailand wurde.Von da wiederum gelang ihm 1966 der Sprung in die USA, wo er zunächst Computerlinguistik betrieb, ehe er einen kurzen Abstecher in die Primatenforschung machte.Über die Lektüre der Schriften Jean Piagets, der selbst einen psychologischen Konstruktivismus vertrat, gelang von Glaserfeld dann der große Durchbruch: eben sein radikaler Konstruktivismus, der einen “radikalen Umbau der Begriffe des Wissens, der Wahrheit, der Kommunikation und des Verstehens” verlange und letztlich auch die Verantwortung für unser Tun und Denken verschiebe. Die wird nämlich, was der radikale Konstruktivist für besonders wichtig hält, “dorthin verlegt, wo sie hingehört: in das Individuum nämlich”. (Amü/DER STANDARD, Printausgabe, 14.3.2007) Read the rest of this entry »
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Entrepreneurship-Ansatz nach Prof. Dr. Jochen Röpke wird im Labor für Entrepreneurship vorgestellt
Am Donnerstag, dem 16. November war Dr. Cord Siemon im Labor für Entrepreneurship. Dr. Siemon ist Mitarbeiter im Marburger Förderzentrum für Existenzgründer aus der Universität (MAFEX) und promovierte bei Prof. Dr. Jochen Röpke , der leider kurzfristig sein Kommen absagen musste. Das Thema des Abends ’Ein Unternehmer baut seine eigene Welt’ statt ‘Die Zähmung des Unternehmers zum Schumpeterschen Wirt, zum Routineunternehmer’” lehnt sich an das 2002 von Prof. Röpke erschienene Buch “Der lernende Unternehmer. Zur Evolution und Konstruktion unternehmerischer Kompetenz” an.
- 00:03 Begrüßung/ Vorstellen des Buches von Prof. Dr. Jochen Röpke: Der lernende Unternehmer zur Evolution und Konstruktion unternehmerischer Kompetenz.
- 01:00 Wie ist es mit dem Unternehmertum? (Zitat aus Röpke: Der lernende Unternehmer zur Evolution und Konstruktion unternehmerischer Kompetenz., Books on Demand, 2002) Erklärung des Ansatzes von Prof. Röpke
- 07:00 Autopoetik
- 08:50 Schumpeter und Röpke
- 13:28 Evolutorische Rolle des Unternehmers
- 19:00 Ansatz des Mafex
- 22:00 Visionskompetenz
- 24:38 Humboldt
- 27:16 Persönlichkeitsentwicklung / John Miner Test
- 29:07 Banken, Business Angels und Venture Capital
- 34:09 Venture Capital
- 36:38 Lao-Tse
- 44:20 Persönlichkeitsentwicklung und Markt (Der schwache Yogi)
- 49:09 Der geeignete Unternehmer
- 52:25 Stabile Erfolgsfaktoren
- 56:34 Schulabgänger und Befähigung zum Unternehmer
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Unternehmertypen nach Jochen Röpke
Hier ist eine Übersicht über die von Prof. Röpke unterschiedenen Unternehmertypen:
Unternehmertyp
Funktion
Routine
“Homo oeconomicus”- Theorie: Neoklassik; Allokationseffizienz
- Ressourcen-Allokation, Optimierer des Ressourcen-Einsatzes
- Lehrbuchunternehmer der WiWi
- Der unternehmerische Alltag ist Routine
- Märkte sind im Gleichgewicht
- Gewinnmaximierung
- Paradigma: Neoklassik, theoretischer Mainstream, Allokationslogik
Arbitrage
“Der findige Unternehmer”- Theorie: Österreichische Schule; Koordinationseffizienz
- Koordination in Märkten
- Der Arbitrageur dominiert quantitativ das moderne Wirtschaftsleben
- Entdecker von Bewertungsdiskrepanzen in Unternehmen und Märkten (auch kurzfristig: Spekulation)
- Ausnutzen von Preisunterschieden und Bewertungsdiskrepanzen auf Märkten, Börsenplätzen,…
- Gewisse Rücksichtslosigkeit, Abzockermoral, Freisein von ethischen und moralischen Skrupeln
- Paradigma: “Österreichische Schule” (Hayek, Mises, Kirzner), Tauschlogik
Innovation
“Der schöpferische Unternehmer”- Theorie: Schumpeter; Innovationseffizienz
- Neukombination von Ressourcen
- Rekombination von gegebenen
- Neue Technik, Produkt, Märkte, Organisation, Beschaffungswege
- Paradigma: Schumpeter, Neo-Schumpeterianer, Entwicklungslogik
Evolution
“Der evolutorische Unternehmer”- Theorie: Evolutorische Ökonomik; Evolutionseffizienz
- Entfaltung von Handlungskompetenzen
- Was auf dem Weg (der Innovation) zählt ist die Fähigkeit zum Wandel
- Entwicklung in sich selbst, selbstevolutiv (durch Transformation und Transzendenz).
- Evolutionieren kann nur jeder Unternehmer selbst. Er kann sich aber bei seiner Selbstevolution anregen, stören, irritieren lassen.
- Paradigma: Daoismus (Laotse), Evolutionslogik

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Märkte werden nicht von Gott geschaffen
Märkte werden nicht von Gott geschaffen, sondern von Wirtschaftstreibenden. Potentielle Bedürfnisse sind von Wirtschaftstreibenden in tatsächliche Nachfrage zu verwandeln. Alle erfolgreichen Märkte sind entstanden, obwohl (oder gerade weil) die potentiellen Kunden das Bedürfnis gar nicht empfanden (Autos, Eisenbahn, elektrische Lampen, kunstseidene Strümpfe, Computer oder Handy – Niemand wollte eins und die ein solches zu Anfang hatten wurden für verrückt erklärt – ebenso das Internet generell oder auch E-Bay im speziellen: Kein Kunde hat das Bedürfnis geäußert, Waren im Internet zu er-/versteigern).
Nicht das Eingehen auf die Leistung an sich, mit seinen vielfältigen Eigenschaften, sondern das Eingehen auf Kundenanforderungen sind erfolgsrelevant. Marketing und Kommunikationsfähigkeiten sind der Schlüssel zum Erfolg. Von Unternehmen, die Marketing im Sinne eines Dem-Kunden-nach-dem-Maul-reden betreiben, lassen sich keine Innovationen erwarten. Marken schaffen Märkte. Kunden sind konservativ. Sie müssen überzeugt werden, denn sie kennen die Innovation nicht.
Auch Marktforschung hilft hier nicht weiter, denn wie soll das in den Markt hineinhören funktionieren? Da sollen Kunden die Antwort auf etwas wissen, das es noch gar nicht gibt und das sie demnach auch nicht kennen können. Leute, die nicht wissen, was sie wollen, fragen Leute, die keine Ahnung haben, worum es geht.
Die Ergebnisse dieser Arbeit sind dann die Grundlage, an Produkten und Dienstleistungen herumzubasteln. Alle Verantwortlichen können nach Vorliegen dessen, was sie für Resultate halten, behaupten, der Kunde habe das so gewollt.Insofern sind auch Kundenbefragungen nach ihren Bedürfnissen nur bedingt hilfreich. Sie helfen lediglich die Routine und somit die Effizienz zu verbessern sowie um feine Nuancen aufzuspüren (d.h. um zu erkennen was Kunden mindestens erwarten).
Für Optimierungen und somit für begrenztes, bzw. kurzfristiges Wachstum ist es ausreichend, die artikulierten Bedürfnisse zu befriedigen (dies muss man dann aber auch professionell tun, da dies die Minimalanforderungen der Kunden sind).
Ein längerfristiges agieren lediglich auf dieser Ebene bedeutet zuletzt, dem Preiswettbewerb ausgeliefert zu sein.Aber selbst hier sollte mit den Ergebnissen äußerst vorsichtig umgegangen werden. Es klingt, als könne es doch gar nicht so schwer sein, herauszufinden, was Konsumenten über bestimmte Leistungen denken.
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Die Welt ist eine nicht-triviale Maschine
Mit Hilfe der wissenschaftlichen Vorhersage und ihrer technischen Anwendungsmöglichkeiten versuchen wir noch immer über unsere Umgebung und uns selber größtmögliche Kontrolle zu gewinnen. In der Medizin, im Nachrichtenwesen, in der industriellen Produktion, im Transportwesen, im Finanzwesen, im Handel, zu Hause, in der Erziehung, in der Psychiatrie, in der Kriminologie und im Rechtswesen – überall versuchen wir narrensichere Systeme zu entwickeln und die Möglichkeit von Fehlern auszuschalten. Nach dem gewöhnlichen Bild der Wissenschaft ist im Prinzip alles voraussagbar und kontrollierbar; und wenn irgendein Ereignis oder Prozess im Rahmen unseres gegenwärtigen Wissens nicht voraussagbar und kontrollierbar ist, dann wird uns ein wenig mehr Wissen und vor allem ein wenig mehr Know-how befähigen, die freien Variablen vorauszusagen und zu kontrollieren. Es konnte jedoch bewiesen werden, dass diese Sicht falsch ist und Ereignisse von komplexen Systemen desto weniger voraussagbar sind, je mehr die Meßmethoden präzisiert werden. Trotzdem tun wir oft so, als ob es in Wirklichkeit um einfache Systeme ginge, die wir mit mehr Analyse und mehr Daten mit der Zeit schon in den Griff bekommen würden. Dass man damit einem Irrtum unterliegt, erleben wir bspw. bei den Wettervorhersagen.
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Die Katze ist aus einem Stück!
Als Illustration für unsere Stück-für-Stück-Betrachtung stellen wir uns jemanden vor, der noch nie eine Katze gesehen hat. Er blickt durch einen Schlitz in einem Zaun, während auf der anderen Seite eine Katze vorbeispaziert. Zunächst sieht er den Kopf, dann den Rumpf und schließlich der Schwanz.

Toll! Die Katze dreht sich um und geht zurück. Wiederum sieht unser Beobachter den Kopf und wenig später den Schwanz. Diese Abfolge scheint etwas Regelmäßiges und Zuverlässiges zu haben. Daraufhin überlegt er sich, dass das Ereignis Kopf die notwendige Ursache für das Ereignis Schwanz ist, der Schwanz also die Wirkung des Ereignisses Kopf. Dieser Quatsch rührt daher, dass der Beobachter nicht bemerkt, dass Kopf und Schwanz zusammengehören – beide sind Teile einer Katze. Die Katze wurde nicht als Kopf geboren, der etwas später einen Schwanz verursachte, sondern in einem Stück, als eine mit Kopf und Schwanz versehene Katze.
Das Problem des Beobachters besteht darin, dass er die ganze Katze nicht auf einmal sehen konnte. Der Schlitz im Zaun entspricht der Art und Weise, wie wir das Leben mit bewusster Aufmerksamkeit sehen, denn wenn wir auf etwas achten, ignorieren wir etwas anderes. Aber mit dieser Stück für Stück-Betrachtung gewinnt man bald die Überzeugung, dass die Welt tatsächlich eine große Ansammlung von Einzelstücken ist, und diese nennt man dann getrennte Dinge und Ereignisse.




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