Deutschland und Deine Web2.0-Kongresse…

Es ist ja schon viel berichtet worden über die Web2.0Expo einerseits und next07 andererseits. Daher nur ein kurzer Beitrag, wie ich die Veranstaltungen im Vergleich erlebt habe.Sicherlich scheint es schon auf den ersten Blick vermessen, diese beiden Veranstaltungen überhaupt miteinander vergleichen zu wollen.Wenn man sich jedoch die monetäre Seite anschaut, dann waren ja beide Veranstaltungen fast auf gleichen Nivau…Die Web2.0-Expo war geprägt von einem 4-Tage-Programm von morgens 8:30 bis Abends 20Uhr.Auf der Referentenliste war das Who is Who der web2.0-Szene – insbesondere aus dem Valley – vertreten und die Vorträge hatten somit schon ein ganz anderes Niveau und Professionalität. Die Teilnehmer (über 15.000) kamen aus der ganzen Welt und auch hier war das Niveau des Austauschs untereinander und der Diskussionen entsprechend hoch.Hinzu kamen neben der web2open, einem BarCamp-ähnlichen Konzept, bei dem im Prinzip jeder referieren und sich offen zur Diskussion stellen konnte auch noch die Expo mit vielen interessanten Ausstellern…Die next07 hingegen war geprägt von wirklich maximal mittelmäßigen Referenten – insbesondere hatte ich mir von L. Gadowski von Spreadshirt wirklich mehr erwartet. Der Vortrag war wirklich das flacheste, was ich seit langem erlebt hatte (sorry, aber es ist so…). Er ist ja mittlerweile als VC tätig, aber würde er selbst bei einem VC Kapital anfragen, dann würde er die von ihm angelegten Maßstäbe nach einer solchen Vorstellung selbst in keinster Weise erfüllen…Deutschland hat doch hier wirklich mehr zu bieten… Notfalls hätte man dann eben noch ein paar hochkarätige internationale Referenten eingeladen.Deshalb muss ich leider sagen, dass die Teilnahmegebühr für diese (nur einen einzigen Tag) andauernde Veranstaltung deutlich überzogen war!Auch hinsichlich der Organisation der next07 möchte ich noch einige Punkte los werden.Die Location an sich (Hamburger HafenCity) ist wirklich sehr schön. Für die Vorträge hingegen war sie m.E. ungeeignet. Die Räume waren akustisch nicht voneinander getrennt und somit überschnitt sich die Akustik, wodurch man Probleme hatte, dem jeweiligen Vortrag zu folgen.In den hinteren Reihen konnte man zudem die Slides nicht erkennen, da diese aufgrund der Deckenhöhe zu tief projeziert werden mussten.Das Caterig war im Grunde okay, aber für das Mittagessen hätte man sich zumindest noch ein paar mehr Stehtische gewünscht, da sich Fleisch wirklich nicht gut im stehen schneiden lässt…Positiv ist jedoch noch anzumerken, dass sich wenigstens im Zuhörerkreis sehr gute Leute befanden…Eine Veranstaltung auf diesem Niveau hätte Sinner und Schrader lieber als eigene PR-Veranstaltung verbuchen sollen und den Teilnehmern somit kostenlos anbieten müssen – dafür wäre sie okay gewesen – mehr aber auch nicht…Bleibt aber noch der positive Ausblick, dass die Web2Expo ja nach Berlin kommt und sich somit hoffentlich auch in Deutschland eine hochwertige Web2.0-Konferenz bzw. Veranstaltung etablieren wird.

No sticker on a Mac?!

Innerhalb der letzten 2 Wochen war ich auf zwei Web2.0-Veranstaltungen – die Web2.0-Expo in San Francisco und die next07 in Hamburg. Auf die Qualitätsunterschiede der Veranstaltungen gehe ich in einem gesonderten Beitrag ein, aber mir ist hier eine Kleinigkeit aufgefallen, worin sich die deutsche und amerikanische (und auch die anderer Nationen) Web2.0-Szene deutlich unterscheidet.Nicht in der Rechner-Ausstattung – sowohl in SF als auch in Hamburg waren Macs deutlich in der Überzahl gegenüber anderen Rechnern – sondern darin, wie die Leute mit Ihren Laptops umgehen.In SF gab es nicht einen mit einem Sticker beklebtes MacBook, wohingegen jeder andere Laptop mit Aufklebern übersät waren – Die deutsche Mentalität scheint hier eine vollkommen andere zu sein, da die Sticker hierzulande auch vor einem Mac nicht halt machen…Was man daraus schliessen kann, überlasse ich jedem einzelnen, für mich brachte dieser kleine Mentalitätsunterschied jedoch eine interessante Erkenntnis…Kann man nur hoffen, dass wenn man sonst in dieser Szene schon alles aus anderen Ländern kopiert, man sich hieran hoffentlich auch ein Beispiel nimmt und die Sticker von den armen MacBooks bald verschwinden ;-)