Open Innovation – Ist die Einbeziehung der Nutzer bei Innovationen wirklich sinnvoll?

Die Forderungen der zahlreichen Publikationen von vielen (selbsternannten) Web 2.0 – Experten werden mit dem Ruf der Integration der Kunden bereits beim Innovationsprozess immer lauter.
Nachfolgend soll diese Forderung nachgegangen und etwas kritisch beleuchtet werden, um ein Gefühl davon zu bekommen, ob es wirklich sinnvoll ist, den Kunden bei Innovationen einzubeziehen.
Meiner Meinung nach sind wir auf einem sehr interessanten Weg, wie durch Nutzerbeteiligung in bestimmten Teilen des Innovationsprozesses durchaus aus Kundensicht bessere Ergebnisse erzielt werden können. Meines Erachtens liegen die Vorteile der Kunden-Integration jedoch eher in den Bereichen der Effizienz, d.h. in der innovativen Verbesserung und nicht in der Innovation von neuen Produkten an sich (Effektivität).

Ein Unternehmer kann das Falsche optimieren (z.B. Güter höchst effizient produzieren), oder aber das Richtige (Effektivität) falsch machen, d.h. Innovationsgüter unvermeidlicherweise ineffizient produzieren. Infolgedessen ist Effektivität wichtiger, als Effizienz. Optimiert werden kann auch noch später. Eine nicht effizient hergestellte Lokomotive wird eine effizient produzierte Postkutsche immer aus dem Markt werfen.

Innovation heißt nicht „dem-Kunden-nach-dem-Maul-reden“. Von solchen Unternehmen lassen sich m.E. keine Innovationen erwarten, denn da sollen Kunden die Antwort auf etwas wissen, das es noch gar nicht gibt und das sie demnach auch nicht kennen können.

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