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Youtube ist Aufsteiger des Jahres
Von Holger Schmidt
26. Dezember 2006
Das amerikanische “Time”-Magazin hat gerade die Internetnutzer zu den “Menschen des Jahres” gekürt, weil sie mit ihren Beiträgen das Informationszeitalter beherrschen. Die Bilanz des Jahres 2006 zeigt, wie berechtigt die Wahl war: Web-2.0-Seiten wie die Videogemeinschaft Youtube, das Internetlexikon Wikipedia und die Online-Gemeinschaft Myspace haben 2006 ihre Reichweiten um mehr als 30 Millionen Nutzer ausgebaut und damit alle traditionellen Internetseiten abgehängt.
© F.A.Z.
Nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Nielsen-Netratings für die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist Youtube der Aufsteiger des Jahres: Die Seite, auf der die Nutzer ihre selbstgedrehten Videos hochladen und sie anderen Nutzern zeigen können, hat die Zahl seiner Besucher zwischen Januar und Oktober um fast 580 Prozent oder 46 Millionen auf 53,8 Millionen erhöht. Damit führt das noch junge Unternehmen fast überall auf der Welt die Wachstumsranglisten an – nur nicht in Deutschland.Google ist klarer Gewinner
Hierzulande wird Youtube von zwei wenig bekannten Seiten geschlagen, der Branchenauskunft Cylex.de und Preisvergleich.de. Zumindest Cylex ist der Sprung auf die Spitzenposition aber nur mit Hilfe einer geschickten Optimierung ihrer Suchmaschineneinträge gelungen. Daher wird die Seite auf den Ergebnislisten von Google häufig unter den ersten zehn Treffern angezeigt, was Cylex in diesem Jahr schon 607 Prozent Wachstum gebracht hat.
© F.A.Z.Der klare Gewinner im Internet heißt aber Google. Denn die Suchmaschine hat sich mit Youtube nicht nur die am schnellsten wachsende Web-2.0-Gemeinschaft gekauft, sondern hat selbst fast 27 Millionen neue Nutzer in aller Welt in diesem Jahr dazugewonnen. Mit dem Blog-Dienst Blogger hat Google sogar eine dritte Seite in der Spitzengruppe der Online-Wachstumsunternehmen. Neben Google haben auch die Internetgiganten Microsoft und Ebay weitere Nutzer in aller Welt dazugewonnen, während die großen Konkurrenten Yahoo und AOL in dieser Rangliste nicht auftauchen. Lediglich der Yahoo-Fotodienst Flickr weist mit 113 Prozent noch starkes Wachstum auf.
Myvideo gegen Youtube
In Deutschland liegen mit Youtube, Myspace und der Videogemeinschaft Myvideo, die zu dem Fernsehsender Pro Sieben Sat.1 gehört, ebenfalls drei Web-2.0-Seiten weit vorn in der Wachstumsrangliste. “Myvideo hat im November extrem von der Verbindung mit den TV-Sendungen ,You can Dance’ und ,Popstars’ und mit den damit verbunden Werbekampagnen profitiert. So konnte ein Zuwachs von 40 Prozent von Oktober auf November beobachtet werden. Es wird spannend, ob RTL mit dem Start von ,Deutschland sucht den Superstar’ im Januar ein ähnlicher Erfolg mit Clipfish gelingt”, sagt Stefan Raum, Vice President Central Europe bei Nielsen-Netratings.
Die RTL-Videogemeinschaft Clipfish hat ebenfalls mehr als 100 Prozent Wachstum in den zehn Monaten geschafft, kann aber mit dem Platzhirsch Youtube nicht mit halten, obwohl dieser noch gar nicht mit einer deutschen Seite auf dem Markt ist.
Open BC nicht vertreten
Weit vorn hat sich auch das Expertennetzwerk Wer-weiss-was etabliert. Dort können Nutzer ihr Wissen zur Verfügung stellen und auch auf die Kenntnisse anderer Nutzer zugreifen. Die Seite wird vom Hamburger Softwarehaus Epublica betrieben, das auch die Software für das Geschäftsnetzwerk Open BC entwickelt hat. Open BC ist mit seiner Internetseite Xing zwar gerade an die Börse gegangen, taucht in der Rangliste der am schnellsten wachsenden Internet-Unternehmen in Deutschland aber nicht auf.
Google baut auch in Deutschland seinen Marktanteil unter den Suchmaschinen weiter aus. 3,3 Millionen Nutzer sind in den ersten zehn Monaten hinzugekommen, hat Nielsen-Netratings gemessen. Microsoft oder Yahoo, die wichtigsten Konkurrenten im Geschäft mit der Suche, sind in der deutschen Wachstumsrangliste gar nicht vertreten. Auch die großen deutschen Seiten wie T-Online oder Web.de tauchen nicht auf. Da Google schneller wächst als die Konkurrenz, nimmt auch der Anteil des Unternehmens am Online-Werbemarkt zu und wird sich in diesem Jahr der 50-Prozent-Marke nähern.
Amazon wächst, Ebay nicht
Neben den Web-2.0-Seiten haben aber auch traditionelle Internetseiten wie die Volkswagen Bank, der Wettanbieter Bwin oder der Fußballsender Arena in diesem Jahr kräftig zugelegt. Unter den Unternehmen, die ihr Geld mit dem elektronischen Handel verdienen, tauchen mit Quelle, Amazon und Weltbild gleich drei Anbieter auf, die mehr als eine Million neue Nutzer in diesem Zeitraum gewonnen haben. Der größte Anbieter in dieser Branche, der Internetmarktplatz Ebay, wächst in Deutschland inzwischen nicht mehr so stark. Auch Otto und Neckermann können das Wachstumstempo in diesem Jahr nicht mitgehen.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z.Quelle: http://www.faz.net
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2007 will be the year of social cataloging. To learn more about social cataloging read Pete Cashmores blog post Listal Launches Listal TV and More.
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AlanWatts.net Information and discussion on the late philosopher Alan Watts.*
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Download videos from Youtube, Google, Metacafe, iFilm, Dailymotion, Pornotube… and other 60+ video sites ! And all embedded objects on a webpage (movies, mp3s, flash, quicktime, etc) ! Directly !
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Time Magazine’s Person of the Year: You and Web 2.0 Time Magazine has singled out you for recognition in this achievement and as the actual source of the exciting things
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“User sind intelligenter als viele Marketingstrategen glauben moegen” flickr, youTube oder myspace sind typische Web-2.0-Formate. Welches Erfolgsgeheimnis steckt dahinter?
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“Jeder will heute berühmt sein”

Chris deWolfe: “Wir versuchen nicht, zu bestimmen, was cool ist” 22. Dezember 2006
Myspace, Youtube, Facebook, Flickr – so heißen die Vertreter einer neuen Generation von Internetunternehmen, die oft unter dem Stichwort “Web 2.0″ zusammengefaßt werden. Sie machen das Internet zu einer Plattform, die von den Mitgliedern selbst gestaltet wird. Diese stellen Profile auf die Seite, kommunizieren untereinander und tauschen Inhalte wie Fotos oder Musik aus. Myspace wurde Anfang 2004 gegründet und ist damit fast schon so etwas wie ein Veteran.
Die Videoseite Youtube gibt es erst seit gut einem Jahr. Um so größer war die Verblüffung, als der Internetgigant Google für das blutjunge Unternehmen 1,65 Milliarden Dollar bezahlt hat. Myspace wurde im vergangenen Jahr für die ungleich kleinere Summe von 580 Millionen Dollar an den Medienkonzern News Corp. von Rupert Murdoch verkauft.
Die Gründer Chris DeWolfe und Tom Anderson blieben bei Myspace. Der 41 Jahre alte DeWolfe hat den Titel Chief Executive Officer, der 31 Jahre alte Anderson ist President. Die Website wächst bis heute rasant, hat mittlerweile mehr als 140 Millionen Mitglieder. Seit ein paar Monaten gibt es auch einen deutschsprachigen Ableger. News Corp. veröffentlicht keine separaten Finanzergebnisse für Myspace. Der für das Tagesgeschäft zuständige Peter Chernin von News Corp. sagte aber vor wenigen Tagen, Myspace werde im laufenden Geschäftsjahr 2006/07 (30. Juni) nahe an der Gewinnschwelle sein.
Herr DeWolfe, was haben Sie gedacht, als Sie gehört haben, daß Google 1,65 Milliarden Dollar für Youtube zahlt? Haben Sie Myspace zu früh verkauft?
Lassen Sie es mich so ausdrücken: Ich versuche, Dingen nicht hinterherzutrauern. Tatsache ist, ich war schon überrascht von der Summe, die Google in die Hand genommen hat. Ganz offensichtlich sind die Preise für Unternehmen in unserem Geschäft sprunghaft gestiegen. Ich würde sagen, daran haben wir großen Anteil. Dadurch, daß wir verkauft haben, haben wir den Wegbereiter gespielt. Ohne unseren Zusammenschluß mit der News Corp. hätte es den Deal zwischen Youtube und Google in dieser Dimension nicht gegeben.Gibt es denn wieder die Gefahr einer Internetblase?
In gewisser Weise schon. Ich sehe viele Unternehmen, denen ich keine Überlebenschance zutraue. Die sind auf irgendeine Spielerei spezialisiert, die vielleicht als Einzelfunktion innerhalb eines größeren Konzepts ganz hübsch ist, aber nicht für ein unabhängiges Unternehmen reicht.Früher hatten Teenager ein Tagebuch, das sie abgeschlossen haben. Heute posaunen sie auf Seiten wie Myspace in die Welt hinaus, was ihnen gerade durch den Kopf geht. Wie erklären Sie diesen Wandel?
Ich glaube, da findet ein richtig großer gesellschaftlicher Umbruch statt. Die jungen Menschen von heute sind mit dem Internet aufgewachsen, sie fühlen sich in dem Medium wohl. Außerdem gibt es ohne Zweifel einen größeren Drang zur Selbstdarstellung. Sehen Sie sich den Erfolg von Reality-Fernsehen an. Immer mehr Menschen wie du und ich treten vor einem Massenpublikum auf. Die Leute wollen heute, daß man sie kennt. Und am liebsten wollen sie berühmt sein.Könnte man sich aber nicht genausogut vorstellen, daß irgendwann wieder eine Gegenbewegung einsetzt? Daß Leute feststellen, sie haben sich der Weltöffentlichkeit offenherziger mitgeteilt, als ihnen lieb war?
Nein, ich glaube, das ist ein langfristiger Trend. Es gibt grundsätzlich eine größere Entspanntheit im Umgang mit dem Internet, und das wird sich nicht umkehren. Im übrigen bieten wir bei Myspace die Option von mehr Privatsphäre. Nutzer können ihre Profile für die Allgemeinheit sperren und bestimmen, wer Zugang bekommt.Der Musiksender MTV galt lange als dominierende Jugendmarke. Trauen Sie sich zu, MTV diesen Rang abzulaufen?
Ich denke, beide haben ihren Platz in der Popkultur. Der Unterschied ist: MTV zeigt Programme, von denen der Sender meint, daß sie beim Nutzer ankommen. Wir sind eine Plattform, die von den Nutzern selbst gemacht wird – und insofern automatisch ihren Geschmack trifft. Das ist im übrigen ein gigantischer Vorteil für uns. Wir stehen nicht unter dem Druck, ständig die nächste erfolgreiche Fernsehshow entwickeln zu müssen.Also meinen Sie, daß Myspace heute “cooler” ist als MTV?
Wir versuchen nicht, zu bestimmen, was cool ist und was nicht, das soll der Nutzer entscheiden. Aber an der Relevanz von Myspace besteht kein Zweifel. Sehen Sie sich nur an, wie oft Musikbands in Interviews auf ihre Myspace-Seite verweisen.Wird die Macht von Seiten wie Myspace als Marketing-Instrument aber nicht überschätzt? Es gibt Beispiele von Filmen, um die es vor dem Kinostart einen riesigen Rummel im Internet gab, die nachher aber doch gefloppt sind . . .
. . . und ich kann Ihnen Beispiele nennen, wo genau das Gegenteil der Fall war. Wir haben in diesem Jahr eine Kampagne für den Disney-Film “Step Up” gemacht, der ziemlich erfolgreich war. Bei Umfragen hat mehr als die Hälfte des Publikums gesagt, daß sie über Myspace zum ersten Mal von dem Film gehört haben.Junge Leute gelten nicht gerade als loyal. Myspace mag heute eine angesagte Adresse sein, aber morgen liegt vielleicht etwas ganz anderes im Trend und Sie verlieren Nutzer . . .
Ich glaube, diese angebliche Illoyalität ist ein Mythos. Diese Gefahr wurde schon heraufbeschworen, als wir erst ein paar Millionen Mitglieder hatten, und sehen Sie sich an, wo wir heute sind. Unsere Größe bringt uns vielmehr einen riesigen Netzwerkvorteil. Wenn alle meine Freunde bei Myspace sind, bleibt mir auch kaum etwas anderes übrig.Es gibt aber immer mehr Konkurrenten für Myspace…
… und ich unterschätze keinen einzigen. Die großen Internetadressen wie Yahoo und MSN bauen ähnliche Dienste auf, sind aber zum Glück bisher nicht allzu erfolgreich. Die Medienkonzerne arbeiten an Strategien. Und dann gibt es unmittelbare Wettbewerber wie Youtube und Facebook, die ich alle sehr respektiere. Unsere Aufgabe ist es, ständig neue Dienste für unsere Nutzer zu entwickeln. Wir haben gerade eine Allianz mit dem Mobilfunkbetreiber Cingular geschlossen, die es möglich macht, übers Handy auf die Myspace-Seite kommen. Zu den obersten Prioritäten gehört die Expansion im Ausland. Wir haben jetzt Myspace-Seiten in acht Ländern, darunter eine in Deutschland. In den nächsten Monaten kommen weitere drei bis vier dazu. In Europa, Asien und Lateinamerika gibt es noch viel Potential.Der größte Teil Ihres Umsatzes kommt von Werbung auf der Myspace-Seite. Werden sich die Werbebudgets weiter auf das Internet verlagern?
Das höre ich zumindest aus den Marketing-Abteilungen vieler Unternehmen, und das bestätigt sich in unserem Geschäft. Wir haben Werbekunden aus allen konsumorientierten Branchen. Wir haben in diesem Jahr eine große Werbeallianz mit Google geschlossen, die uns in den nächsten drei Jahren insgesamt mindestens 900 Millionen Dollar bringt. Die Werbeumsätze folgen ja nur dem Umstand, daß der Verbraucher relativ zu anderen Medien immer mehr Zeit im Internet verbringt.Liest die Myspace-Generation noch Zeitung?
Ich denke nicht, daß Myspace-Nutzer Zeitungen ganz ignorieren, und bestimmt verfolgen viele von ihnen die Internetauftritte von Zeitungen. Aber wenn Ihre Frage lautet: “Lesen Myspace-Nutzer täglich eine gedruckte Zeitung?”, dann würde ich sagen: wahrscheinlich nein.Wo sehen Sie Myspace in zehn Jahren?
Auf jeden Fall als großes, weltweit agierendes Unternehmen. Unsere Struktur wird sich sicher geändert haben: Bis dahin werden wir wahrscheinlich genausoviel Umsatz im Ausland wie in Amerika machen. Und der Anteil der Werbung am Umsatz wird nicht mehr bei fast 100 Prozent liegen, sondern vielleicht nur noch 60 bis 70 Prozent. Der Rest entfällt dann auf andere Angebote wie Handydienste.Wie ist es denn, für Rupert Murdoch zu arbeiten?
Rupert Murdoch ist ein Visionär. Er hat ganze Industrien umgekrempelt und die Zeitungsbranche konsolidiert. In Amerika startete er neue Fernsehkanäle, als jeder sagte, der Markt ist voll besetzt. Ich sehe ihn vielleicht einmal im Monat. Natürlich hat sich mein Job seit der Übernahme durch News Corp. etwas geändert, und alles ist etwas strukturierter. Das ist auch nötig, weil wir rasant expandieren. Wir haben jetzt 300 Mitarbeiter und würden am liebsten jeden Monat 40 bis 50 neue einstellen, die aber schwer zu kriegen sind. Wir brauchen vor allem Softwareingenieure.Ihr Vertrag und auch der von Tom Anderson bei der News Corp. läuft noch bis Oktober 2007. Bleiben Sie danach bei Myspace?
Wir sind hier ganz glücklich, und solange das so bleibt, gibt es keinen Grund, zu gehen. News Corp. läßt uns auch ziemlich an der langen Leine arbeiten, und das hilft.Das Gespräch führte Roland Lindner.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: ap -
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“Web 2.0 gefährdet das Privatfernsehen”
18. Dezember 2006
Web 2.0 ist kein Mythos, sondern Realität, meinen die Berater von Booz Allen Hamilton. 12,4 Millionen Deutsche nutzen bereits die neuen, interaktiven Internetdienste wie das Lexikon Wikipedia, die Video-Gemeinschaft Youtube oder das Geschäftsnetzwerk Open BC, hat eine Umfrage der Berater unter 2400 Menschen ergeben.
“Web-2.0-Angebote substituieren klassische Medieninhalte. Zum Beispiel wird die amerikanische Version von ,Deutschland sucht den Superstar’ künftig auf Youtube stattfinden. Web 2.0 gefährdet damit das Privatfernsehen”, sagt Stefan Eikelmann, Partner bei Booz Allen Hamilton.
“Fernsehwerbung ist bei weitem überzogen”
© F.A.Z.Trotz des großen Potentials schaffen die interaktiven Seiten, auf denen die Nutzer selbsterzeugte Inhalte einstellen, nur eine geringe zusätzliche Wertschöpfung, meist in Form von Bezahldiensten wie bei Open BC. “Davon abgesehen entsteht mit Web 2.0 aber kein neuer Markt. Es kommt aber zu einer Verschiebung der Werbebudgets von traditionellen Medien ins Internet und innerhalb des Internetmarktes”, erwartet Eikelmann.
Darunter werden vor allem die Fernsehsender leiden. “Fernsehwerbung ist – im Verhältnis zur Mediennutzung – bei weitem überzogen”, ist der Berater überzeugt. Der gesamte Online-Werbemarkt werde sich in den kommenden beiden Jahren in Deutschland auf 2,8 Milliarden Euro erhöhen. Dazu kämen 1,7 Milliarden Euro mit Bezahldiensten. Den Löwenanteil am Internetmarkt werde aber der elektronische Handel behalten, der binnen drei Jahren von 14 auf 35 Milliarden Euro Umsatz steigen werde, erwarten die Berater.
“Das ist kostenlose Marktforschung”
Viele Unternehmen profitieren vom Trend zu Web 2.0. Pioniere wie der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble, der auf seiner Internetseite Tremor.com Produkte vorab von den Kunden testen läßt, oder Sportartikelproduzenten wie Adidas hätten gute Erfahrungen im Netz der zweiten Generation gemacht.
“Alle Unternehmen müssen sich auf Web 2.0 einstellen, da sie damit ihre betriebliche Effizienz erhöhen und Wettbewerbsvorteile generieren können”, sagt Michael Peterson von Booz Allen Hamilton. Ein Beispiel sei das Innovationsmanagement in den Unternehmen. “Die Innovation muß raus aus dem Elfenbeinturm. Künftig werden Produkte in vielen kleinen Schritten und in enger Interaktion mit den Kunden entwickelt. Das ist kostenlose Marktforschung”, sagt Peterson.
“Viel besser als plumpe Pop-up-Werbung”
Daneben sind mehr als ein Dutzend Unternehmen wie Adidas, Toyota oder Vodafone bereits im populären Online-Spiel “Second Life” präsent, um ihre Marke bekannt zu machen. “Das ist viel besser als plumpe Pop-up-Werbung”, sagt Eikelmann. Auch im Marketing gewinnen die Online-Gemeinschaften schnell an Einfluß.
“48 Prozent der Befragten vertrauen dem Rat ihrer Freunde, aber bereits 41 Prozent richten ihre Kaufentscheidung nach der Meinung unbekannter Mitglieder ihrer Gemeinschaft aus. Ein Stiftung-Warentest-Ergebnis wird künftig durch Nutzererfahrung ersetzt”, sagt Peterson.
Auf Web 2.0 reagieren, um überleben zu können
Web 2.0 könnte auch dem mobilen Internet, das sich trotz hoher Investitionen in die Technik bisher nicht durchgesetzt hat, zum Durchbruch verhelfen. Zum Beispiel gaben in der Umfrage 58 Prozent der deutschen Nutzer der amerikanischen Online-Gemeinschaft Myspace an, das Angebot auch unterwegs zu nutzen, meist auf dem tragbaren Computer, in der Schule/Universität oder im Internet-Café. Sollte mobile Datendienste günstiger werden, könnte sich die Nutzung der Web-2.0-Angebote auf mobilen Endgeräten schnell etablieren, erwarten die Berater.
Neben den Medien müssen auch die Telekommunikationsfirmen schnell auf die Herausforderung Web 2.0 reagieren, um langfristig überleben zu können. “Allein in Deutschland ist bei den traditionellen Telekommunikationsanbietern ein Umsatzvolumen von 1,7 Milliarden Euro in Gefahr. Sprach- und Nachrichtendienste werden zunehmend an den traditionellen Anbietern vorbei über das Internet abgewickelt”, sagt Eikelmann. Dazu gehören Internet-Telefonieanbieter wie Skype oder der Echtzeit-Nachrichtendienst ICQ.
“Kritische Masse an Nutzern gewinnen”
Allerdings werden mittelfristig nur einige neue Modelle und Anbieter im Web 2.0 überleben. Die vier großen Anbieter der ersten Internetwelle, Google, Yahoo, Ebay und Microsoft, werden die neuen Modelle für sich nutzbar machen, da sie über genügend Marktmacht, Finanzkraft und Erfahrung verfügen, erwarten die Berater.
Diese Unternehmen kaufen zur Zeit populäre Web-2.0-Angebote auf, sobald sie eine relevante Größenordnung erreicht haben. Google hat bereits die Video-Gemeinschaft Youtube erworben; Ebay hat den Internet-Telefoniedienst Skype übernommen, und die Foto-Gemeinschaft Flickr ist inzwischen eine Tochtergesellschaft von Yahoo.
Nur die Online-Gemeinschaft Myspace ging an ein traditionelles Medienunternehmen, die News Corporation von Rupert Murdoch. “Langfristig sind nur Geschäftsmodelle erfolgreich, die durch eine konsequente Ausrichtung des Angebotes eine kritische Masse an Nutzern gewinnen, damit relevante Netzwerkeffekte erreichen und die Kunden langfristig an sich binden können”, sagt Eikelmann.
Text: F.A.Z., 18.12.2006, Nr. 294 / Seite 21
Bildmaterial: F.A.Z. -
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Alle sprechen vom Web 2.0. Mit dem Modebegriff wird typischerweise eine Online-Welt charakterisiert, bei der sich die Kommunikation zwischen den Nutzern dank Social-Networking- und Social-Media-Technologien deutlich vereinfacht. Und auch die Anwendungen “
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Im E-Commerce bahnt sich eine Marktbereinigung an. Das kommende Jahr wird zeigen, wer die nun anstehenden Investitionen in Richtung Web 2.0, Social Commerce, etc. alleine stemmen kann. Und wer auf starke Partner angewiesen ist.
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Studie: Hohe Akzeptanz für Web 2.0 Mehr als 12 Millionen Deutsche nutzen bereits Web 2.0-Dienste – die hohe Akzeptanz fährt allerdings nicht automatisch zu höheren Gewinnen für Anbieter.
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Studie “Business Impact of blogs” die Verbreitung von Blognutzung und den Einfluss von privaten Meinungen und Erfahrungsberichten im Internet auf Kaufentscheidungen in Europa
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Neues für 2007: Frank Piller will sich im nächsten Jahr verstärkt dem Thema “User Manufacturing” zuwenden, der konsequente, nächste Schritt nach dem “Mass Customizing”.
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Es geht um die Frage, wem die Marke gehört. Wir meinen, dem Kunden. Erst wenn er seine Erfahrungen in Worte faßt und weitergibt, entsteht der absatzrelevante Wert, auf den viele Unternehmen zu recht stolz sind. Eine Marke, die von ihren Kunden nicht ko
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Amazon’s Next Twist: Will the Online Retailer Become a Key Enabler of User Manufacturing?
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Markenführung im Web 2.0: Community Management Patrick Breitenbach am 29. November 2006, in Thema: New Media, Markenführung
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Time’s Person of the Year: You


Wednesday, Dec. 13, 2006
Time’s Person of the Year: You
In 2006, the World Wide Web became a tool for bringing together the small contributions of millions of people and making them matter
The “Great Man” theory of history is usually attributed to the Scottish philosopher Thomas Carlyle, who wrote that “the history of the world is but the biography of great men.” He believed that it is the few, the powerful and the famous who shape our collective destiny as a species. That theory took a serious beating this year.To be sure, there are individuals we could blame for the many painful and disturbing things that happened in 2006. The conflict in Iraq only got bloodier and more entrenched. A vicious skirmish erupted between Israel and Lebanon. A war dragged on in Sudan. A tin-pot dictator in North Korea got the Bomb, and the President of Iran wants to go nuclear too. Meanwhile nobody fixed global warming, and Sony didn’t make enough PlayStation3s.
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Präsentation Sinner Schrader
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Seit gestern trifft sich das Who is who der europäischen Webszene in Paris auf der Le Web 3. Von dort berichtet live unser Korrespondent Mark Pohlmann.
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Technology Review: Herr Kurzweil, in Ihrem letzten Buch, das bislang noch nicht auf Deutsch vorliegt (“The Singularity is Near”, Viking), reflektieren Sie intensiv über das so genannte “Law of Accelerating Returns”.
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Aktuelle Trends im Elecronic Marketing Unter diesem Titel habe ich am Montag einen Vortrag an der European Business School (EBS) im Rheingau gehalten. Dabei ging es im wesentlichen um die Chancen und Herausforderungen, die sich dem Online-Marketing im U
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Besucher einer Website können zusammen Chatten




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