Ein paar Worte zur Management-Literatur

Ein erheblicher Teil der „Management-Literatur“ besteht aus Methoden und Lehren, die in Form leicht konsumierbarer Listen, Regeln und To-Do-Listen. Sie ersetzen Nachdenken und ersparen die mühsame persönliche Auseinandersetzung mit Mensch und Welt – der Komplexität. Zusammanhänge spielen keine Rolle. Aber Manager sind Führungskräfte und Führungskräfte sollen mit dem Kopf arbeiten, Zusammenhänge erkennen, begreifen und danach handeln.

Klassische Management-Tools haben immer nur das Ziel, Komplexität zu reduzieren, einzudicken und auf ein handhabbares Niveau zu bringen. Dies ist jedoch unmöglich und dahinter steckt noch das alte naturwisenschaftliche Weltbild, nach dem es für alles eine Erklärung gibt.

Ein weiteres Problem ist: Wer per Methode handelt, erhält bestenfalls das, was schon andere haben. Nur derjenige, der dies (im Sinne des schumpeterschen Unternehmers) nicht tut, hat eine Chance etwas neues zu schaffen, mit dem er Erfolg hat. Methoden suggerieren, dass die Welt bleibt, wie sie ist, was bekanntlich falsch ist: Unternehmen gehen keinen geraden, linearen Weg. Ein Unternehmer arbeitet zirkular.

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