Metaprogramme – Filtersysteme des Gehirns

In der Kommunikation muss darauf geachtet werden, dass man auf der richtigen Ebene mit dem Kunden kommuniziert.
Hat man die richtige Ebene(n) für die Kommunikation gefunden, ist es im nächsten Schritt notwendig, den Kunden so anzusprechen, dass die Informationen nicht durch seinen Wahrnehmungsfilter fallen.

Es besteht ein Unterschied zwischen dem, was unsere Sinnesorgane wahrnehmen können und dem, was wir wahrnehmen.

Das Gehirn wählt unterbewusst aus der Fülle von Informationen die auf uns einströmen über Filtersysteme aus, was relevant ist und was nicht. Relevanz ist das, was wir bereit sind von der Welt wahrzunehmen.

Als Hilfestellung für die Filter, die uns momentan sagen, was relevant ist und was weniger relevant ist, können sogenannte Metaprogramme dienen. Diese steuern einerseits die Informationsaufnahme und andererseits unsere Motivation etwas zu tun bzw. zu lassen. Bei Metaprogrammen handelt es sich um Präferenzmuster.

Immer, wenn Menschen auf Content/Inhalt/Informationen stoßen, was zu ihren Präferenzmustern/Metaprogrammen passt, dann fühlen sie sich wohl. Dann fühlen sie sich verstanden.

Metaprogramme sind keine Schubladen (im Gegensatz zu Typisierungen) und sind immer kontextspezifisch zu sehen. Einige Menschen achten mehr darauf, was in einer Situation positiv ist, also was tatsächlich da ist; andere achten mehr darauf, was fehlt. Beide Arten können nützlich sein, und Menschen bevorzugen die eine oder andere Perspektive.

Metaprogramme entstehen in unserer frühesten Kindheit und laufen später systematisch und gewohnheitsmäßig ab, quasi auf „Autopilot“.

Man könnte also sagen, daß sie die Bausteine sind, aus denen unsere Persönlichkeit aufgebaut ist. Sie sind tief in unserem Bewußtsein eingegraben und sind mitunter die am schwierigsten zu ändernden Filter.

Die Metaprogramme sind immer polar aufgebaut. Zwischen diesen Polaritäten liegen die Präferenzen der Menschen

Zusammengefasst:

  • Metaprogramme sind Teil unserer Wahrnehmungsfilter
  • MP laufen automatisch und unbewußt ab
  • Keine MP-Ausprägung ist „besser“ oder „richtiger“.
  • MP können (vom Kontext abhängig) unterschiedlich sein.

Die Metaprogramme:Gleichheit / Unterschied (Beziehungs-sort):

  • Eines der wichtigsten Metaprogramme.
  • Einer der dominantesten Aspekte unserer Persönlichkeit
  • Eines der Systeme, die wir benutzen, wenn wir etwas verstehen.
  • Einige Menschen brauchen Ähnlichkeiten, um zu verstehen. Für sie bedeutet Verstehen: Was haben bestimmte Dinge oder Ereignisse gemeinsam. Diese Menschen vergleichen das, was Sie sagen, mit dem was sie schon kennen.
  • Andere Menschen fokusieren ihre Aufmerksamkeit eher auf die Unterschiede.
  • Beide Metaprogramme haben ihre Schwächen und Stärken. In bestimmten Berufen ist allerdings mehr das eine als das andere gefragt. Rechtsanwälte und Buchhalter sind (sollten!) eher unterschieds-orientiert, hingegen Verkäufer eher gleichheits-orientiert sein.


Prozeduren / Optionen:

  • Prozessuale Menschen lieben es, sequentiell vorzugehen (erst das eine, dann das andere)
  • Optionale Menschen lieben die Wahlmöglichkeiten und lassen sich nicht in ein Raster pressen


Hinzu / weg von (Richtungs-sort):

  • Bei diesem Muster geht es darum, wie Menschen sich motivieren. Erinnern Sie sich an den alten Streit im Geschäftsleben, in der Bildung oder bei der elterlichen Erziehung: Nimmt man besser „Zuckerbrot“ oder „Peitsche“?Mit anderen Worten: Ist es besser, den Leuten Verlockungen oder Drohungen anzubieten? Die Antwort lautet: Es kommt immer darauf an, wen Sie motivieren möchten.
  • Hin-zu-Menschen bringt man mit Zielen und Belohnungen in Schwung.
  • Weg-von Menschen sind motiviert, Probleme, Schwierigkeiten und Bestrafungen zu vermeiden. Darüber zu streiten, was im Allgemeinen das beste wäre, ist sinnlos.
  • Zum Beispiel: Ein Verkäufer, der sich durch ein „Weg-von“ motiviert, wird Ihnen auf jede noch so verlockende Belohnung die „kalte Schulter zeigen“ und natürlich umgekehrt.
  • Es ist relativ leicht, dieses Muster an der Sprache einer Person zu erkennen. Spricht sie eher darüber, was sie will, erreicht oder gewinnt? Oder erzählt Sie Ihnen von den Situationen, die sie vermeiden will und von den Problemen, denen sie aus dem Weg gehen möchte?

Interne / externe Referenz:


  • Der Referenzrahmen hat damit etwas zu tun, wie Menschen die Resultate ihrer Tätigkeiten bewerten.
  • Wissen sie es in sich selbst oder brauchen sie Feedback von außen.
  • Die Kernfrage lautet: Woran merkst Du, daß Du Deine Arbeit gut erledigt hast? Merkst Du das selber oder muß es dir jemand sagen?


Überblick/ Detail:

  • Dieses Programm spielt bei jedem Lernen und in der Kommunikation mit anderen Menschen eine wesentliche Rolle.
  • Jeder Mensch hat seine Vorliebe, wie er Informationen am besten verarbeiten kann. Der eine bevorzugt zunächst den großen Überblick über das gesamte Thema, während ein anderer Detailinformationen wie Puzzlesteinchen Stück für Stück zu dem Ganzen zusammensetzt.
  • FRAGE: Wenn wir ein Projekt zusammen machen würden, was möchten Sie zuerst wissen, den großen Überblick oder die Details? Und wenn Sie zuerst die Details haben wollen, brauchen Sie dann den Überblick überhaupt noch? (bzw. umgekehrt)
  • Wenn Sie jemanden fragen (Ihre Kinder, Mitarbeiter, Kunden) was sie als ERSTES brauchen, können Sie ihnen die Information in der Reihenfolge liefern, die für sie am natürlichsten und damit am leichtesten zu verarbeiten ist.
  • Viele Menschen können kein großes Gesamtbild von etwas bekommen, wenn sie es nicht aus Details aufbauen und andere können die Details nur in einen sinnvollen Zusammenhang bringen, wenn sie zuerst den großen Überblick haben.


Proaktiv / reaktiv:

  • Bei diesem Metaprogramm geht es um AKTIVITÄT; genauer gesagt darum, wieviel Energie jemand in das Erreichen seiner Ziele investieren wird und wie schnell jemand in einer bestimmten Situation zu handeln beginnt.
  • FRAGE: Wenn Sie in eine Situation kommen, pflegen Sie dann zu handeln, nachdem Sie die Situation überblicken oder ist es Ihnen lieber, wenn Sie die Situation zunächst sorgfältigen studieren?

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